Leserbrief an die Redaktion

Kolbermoor würde städtebaulich profitieren

von Redaktion

Zum Leserbrief „Blutbuche hat Charisma“ und zur Berichterstattung über die geplante Bebauung am Hassler-Kreisel im Lokalen:

Als Stephanskirchner, also Außenstehender, verfolge ich mit Interesse die Diskussion um die geplante Bebauung am Hassler-Kreisel. Über die Initiative zur Verhinderung des Bauprojektes, mit dem Argument der Rettung eines Baumes, kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln. Aus meiner Sicht würde Kolbermoor städtebaulich profitieren und selbst die CO2-Bilanz könnte durch Ersatzpflanzungen und Dachbegrünung erheblich verbessert werden. Mir scheint, als hätten die Gegner des Projektes vergessen, wie das Gelände der ehemaligen Spinnerei vor 15 Jahren aussah. Eine Industriebrache, die den halben Ort zu einem Glasscherbenviertel werden ließ. Dunkel und unattraktiv. Keine gute Adresse. Niemand wollte dort wohnen. Dank eines mutigen Investors und eines innovativen Stadtrates ist die „Alte Spinnerei“ zu einem Vorzeige-Projekt für gute Stadtentwicklung geworden. Der Erhalt eines Industriedenkmals in Kombination mit Wohn- und Geschäftsstrukturen ist wirklich vorbildlich gelungen. Urbanes Leben findet jetzt hier statt. Selbst wir Stephanskirchner nutzen und genießen das. Aus meiner Sicht fügt sich das geplante Bauvorhaben, sowohl architektonisch als auch vom Nutzungskonzept her, sehr gut in die Gesamtstruktur ein und würde Kolbermoor noch attraktiver machen. Ich hoffe, dass sich in Kolbermoor eine Mehrheit für die Realisierung entscheidet und es nicht an der Blutbuche scheitert.

Michail Jermak

Stephanskirchen

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