Rosenheim – Parallel zur aktuellen Ausstellung „vermacht.verfallen.verdrängt“ in der Städtischen Galerie, die die Künstlerszene zur Zeit des „Dritten Reiches“ untersucht, werden bis zum 24. November in der Ausstellung „Achtung! Wichtig – Rosenheim auf Plakaten aus der NS-Zeit“ Druckerzeugnisse aus den Beständen des Stadtarchivs in dessen Lesesaal gezeigt.
Tanzende Trachtler, die rechte Hand zum Hitlergruß erhoben, ein Maibaum, dessen Stamm unübersehbar das Hakenkreuz ziert, der Rosenheimer Marktplatz schwarz-weiß-rot beflaggt: Die Bewerbung des Rosenheimer Herbstfestes zwischen 1933 und 1937 ist eines der zentralen Themen der Plakatausstellung. Daneben sind zudem Plakate für Ausstellungen des Rosenheimer Kunstvereins oder auch die rassistisch motivierte Wanderausstellung „Blut und Rasse“ zu sehen. Auf unterschiedliche Weise offenbart jedes der Ausstellungsstücke die vielfältigen gestalterischen Mittel, die die Nationalsozialisten einsetzten, um ihre nationalistisch-rassistischen Vorstellungen im öffentlichen Raum zu verbreiten.
Ausstellungsbegleitend zur Präsentation „vermacht.verfallen.verdrängt“ wurde mit Hilfe von Fördergeldern der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung ein Katalog erstellt, der Fachbeiträge zur Problematik „NS-Kunst“ beinhaltet. Die Galerie bietet ein Rahmenprogramm, kunstpädagogische Angebote für Schulklassen sowie Sonderführungen.
Die Öffnungszeiten des Stadtarchivs: Mittwoch und Donnerstag 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Freitag 9 bis 12 Uhr. Die Öffnungszeiten Städtische Galerie: Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 13 bis 17 Uhr. re