Bauausschuss Kolbermoor

Bahnhof entkernt, Arbeiten vergeben

von Redaktion

Über eine ganze Reihe privater Bauvorhaben hatte der Bauausschuss Kolbermoor in jüngster Sitzung zu entscheiden. Sie alle erhielten „grünes Licht“. Außerdem erfolgte eine weitere Auftragsvergabe für die Bahnhofssanierung, die voranschreitet.

Kolbermoor – Er wird immer wieder als „Schandfleck“ betitelt: der Kolbermoorer Bahnhof. Im Frühsommer ist nun nach langer Genehmigungs- und Vorbereitungszeit die Sanierung des Bahnhofsgebäudes angelaufen – inzwischen ist es völlig entkernt. Nächster Schritt ist nun der Innenausbau.

Der Bauausschuss vergab nun das Gewerk Schreinerarbeiten, wobei auch der günstigste Bieter deutlich über der Kostenberechnung von knapp 170000 Euro lag: 185500 Euro war laut Bauamt das niedrigste Gebot, den Zuschlag erhielt damit die Schreinerei Michael Seebacher aus Bad Feilnbach.

Ein Grund für die Kostensteigerung sind laut Bauamt nachträgliche Anforderungen an den Brandschutz bei den Innen- und Außentürkonstruktionen. Zudem sei der Baupreisindex seit der Kostenberechnung im Jahr 2015 um etwa fünf Prozent gestiegen.

In eine erneute Bauleitplanungsrunde geht indes die vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes „Hermann-Löns-Weg“ im Bereich Anzengruberstraße – hier soll eine Doppelhaushälfte aufgestockt und eine zweite Wohneinheit geschaffen werden. Weil im Rahmen der Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung eine Reihe Einwendungen eingegangen waren, die unter anderem die Berechnung der Grundflächenzahl betreffen (Landratsamt), muss die Planung nun erneut ausgelegt werden.

Auch aus der Nachbarschaft waren Bedenken gegen das Vorhaben eingegangen – man befürchtet eine Änderung des Charakters der Anzengruberstraße, die Straße sei zu eng für Änderungen, die Kapazität des Schmutzwasserkanals wurde infrage gestellt etc. Zudem würde die geplante Aufstockung den optischen Gesamteindruck stören. Diese Einwände wiesen allerdings Bauverwaltung wie auch der Bauausschuss als unbegründet zurück. „Traurig“ äußerte sich Dagmar Levin (SPD) über die Einwände aus der Nachbarschaft – „schließlich hat jeder wohl irgendwann mal dort hingebaut und damit den Charakter der Straße verändert“, meinte sie und beneidete den Bauwerber um diese Nachbarn nicht. „Ich würde wahrscheinlich wegziehen.“

Den Satzungsbeschluss fasste das Gremium indes zur vereinfachten Bebauungsplanänderung „Gottfried-Keller-Straße“ im Bereich Glasberg 8, wo ein Lärmschutzwall errichtet werden soll. Ergänzt wird die Planänderung lediglich um redaktionelle Hinweise sowie um neue Messdaten von der Grundstücksgrenze.

Ein Einfamilienhaus soll in der Mörikestraße umgebaut und um eine zweite Wohneinheit erweitert werden. Dazu ist nun eine vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes „Alte und neue Siedlung“ im Bereich Mörikestraße notwendig, die das Gremium einstimmig auf den Weg brachte. Die geplante Nachverdichtung ist nach den Worten von Bürgermeister Peter Kloo vertretbar.

Viele private
Bauvorhaben

Nichts entgegen steht aus Sicht der Stadt der Sanierung und Erweiterung eines Einfamilienhauses an der Franz-Sperber-Straße. Dort soll nach den Plänen des Bauwerbers zudem die Garage abgerissen und neu gebaut werden. Der Bauausschuss erteilte einhellig seine Zustimmung.

Per Bauantrag „geordnet“ wurde in der Sitzung die Bebauung auf einem Grundstück an der Schwarzenbergstraße: Eigentlich sollten nur ein Carport und eine Unterstelle, die bereits in die Jahre gekommen waren, ersetzt werden – doch dabei stellte sich heraus, dass es gar keine Baupläne zu den beiden Vorhaben gab. Diese reichte der neue Eigentümer nun nach, der Bauausschuss zeigte sich einverstanden damit.

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