Ortskartell Kolbermoor

Neue Idee: eine „Vorsilvester-Party“

von Redaktion

Überraschung auf der Herbstversammlung des Ortskartells: Vorsitzender Günther Zellner stellte sich, entgegen seiner früheren Aussage, doch noch für eine weitere Amtszeit als Vorsitzender zur Verfügung. Zudem wird mit dem Gedanken gespielt, eine „Vorsilvester-Feier“ auf dem Marktplatz zu veranstalten.

Kolbermoor – Unter dem Beifall der Delegierten der Kolbermoorer Vereine erläuterte Zellner seinen Sinneswandel: Denn obwohl zwei Kandidaten sich im Vorfeld der Wahl eines neuen Präsidiums als Vorsitzende ins Spiel gebracht hatten, hätten diese bei den Delegierten wenig bis keinen Zuspruch gefunden. Die Vereinsvorstände hatten in einem Vorgespräch letztlich den Vorsitzenden umgestimmt, sich doch noch einmal für eine weitere dreijährige Amtszeit zur Verfügung zu stellen.

In der von Bürgermeister Peter Kloo nun geleiteten Wahl des neuen Präsidiums wurden sodann die neuen Vorstandsmitglieder per Akklamation und durch die Bank einstimmig gewählt, zumal es auch keine Gegenkandidaten gab. Alter und neuer Vorsitzender ist Günther Zellner, ihm zur Seite steht nunmehr als Vertreter Stefan Reischl und auch Kassier Klaus Kontny ist neu in Amt und Würden.

Bestätigt als Schriftführer wurde Michael Kohnle und die beiden Revisoren für die nächste Kassenprüfung heißen Sabine Geidel und Rudolf Eder.

In seiner Begrüßung hatte sich Günther Zellner zuvor bei den Vereinsvertretern und der Stadt Kolbermoor für die vielfältige Hilfe und Unterstützung in den zurückliegenden drei Jahren bedankt. Den Vereinen legte er ans Herz, sich sehr genau um den Punkt Gemeinnützigkeit zu kümmern. Denn die Steuerbehörden sind seinen Worten zufolge zunehmend dazu übergegangen, diese genau unter die Lupe zu nehmen. Vor allem bei Fusionen, Auflösungen, Abspaltungen oder Umorganisationen müssten die Satzungen entsprechend der neuen Situation angepasst werden, da sonst die Gemeinnützigkeit und damit verbundene steuerliche Vorteile möglicherweise verloren gingen. Der Vorsitzende bot hierbei den Vereinen seine Hilfe an.

Sehr zufrieden blickten er und die Organisatoren, an der Spitze Wast Voit, auf das Bürgerfest zurück. Und Voit will auch das nächste Bürgerfest (13./14. Juli 2018), das bisher immer vom Gewerbeverband organisiert worden war, zusammen mit Hilfe der Vereine und dem Stadtmarketing erneut auf die Beine stellen. Mit den Worten „neue Ideen sind gefragt und gewollt“, rief Voit die Anwesenden zum Mitmachen auf. Dazu beschlossen die Delegierten einstimmig, den Organisatoren des nächsten Bürgerfestes eine Starfinanzierung in Höhe von 500 Euro zu gewähren.

Auch Kolbermoors Kirchweih- und der Weihnachtsmarkt, vom Gewerbeverband organisiert, sind aus dem Stadtleben nicht mehr wegzudenken. Aber getreu dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ sind die Organisatoren dabei, erstmals in der Mangfallstadt ein „Vor-Silvester“ als Ausklang des ablaufenden Jahres zu installieren, bei dem am 30. Dezember auf dem Platz vor dem Alten Rathaus vielleicht sogar noch die Stände des Weihnachtsmarktes genutzt werden könnten. Doch zuvor soll die Resonanz ausgelotet werden, bevor man in die konkrete Planung geht.

Mit Bedauern wurde vermeldet, dass in diesem Jahr die Ortsvereine beim Ferienprogramm nicht allzu zahlreich präsent waren. Der Appell ging an die Vereine, dass gerade die Kleinen die Vereinsmitglieder von morgen sind und um die sollte man sich besonders kümmern und ihnen die Vorzüge des Vereins in Spiel und Info präsentieren.

Ein Herzenswunsch Günther Zellers ist das Vereinsarchiv, in das er bereits viel Zeit und Energie investiert hat. Er bat die Vereinsvorstände, die Vereinssatzungen an das Kartell weiterzugeben, „damit diese nicht verloren gehen“. Besonders wenn sich Vereine auflösen oder mit anderen fusionieren, sind seinen Worten zufolge die alten Satzungen oftmals für immer verloren.

Bürgermeister Kloo stellte das integrierte Stadtentwicklungskonzept in groben Zügen als „hochinteressantes Projekt“ vor. Die vielen Wünsche und Anregungen der Bürger zeugen seiner Ansicht nach von der Wichtigkeit des Themas, wobei einiges allerdings auch an der Realität vorbeiginge, wie beispielsweise der Wunsch nach einem Eisstadion oder einem Hallenbad. „Doch nicht alles musste verworfen werden und viele Ideen sind nicht vergessen“, so der Rathauschef weiter. Er regte die Vereine und Verbände an, „die vielen schönen Plätze in der Stadt für die eine oder andere Veranstaltung zu nutzen“ und auch das Klimaschutzkonzept zeigt bereits erste Erfolge.

Die Bürger rief er auf, zur nächsten Bürgerversammlung am Montag, 13. November, um 19.30 Uhr in den Mareissaal zu kommen und in diesem Zusammenhang aktiv an der Stadtgestaltung mitzuwirken. hko

Artikel 4 von 11