Kolbermoor – Initiator der Aktion ist Martin Korndoerfer, der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Kolbermoor. Ideen zu diesem Tag werden bereits beim nächsten Treffen des „Energie-Stammtisches“ im Rathaus gesammelt, das am Donnerstag, 16. November, 19.30 Uhr, stattfindet. Jeder, der am Thema Energie interessiert ist, ist dazu willkommen. Vorträge könnten sich der Themen Fotovoltaik, Solarthermie, Hackschnitzel-/Pellets-Heizung annehmen, dem Speichern von Energie und der Effektivität von Dämmmaterialien. Martin Korndoerfer möchte jedoch den größeren Zusammenhang feststellen: den Nachhaltigkeitsgedanken, „damit wir die Zukunft unserer Kinder und Enkel nicht verbauen“. Denn ein fortschreitender Klimawandel bürde ihnen ungeheure Lasten auf. Korndoerfer freut sich dazu über Anregungen aus der Bürgerschaft, welche Themen aufgegriffen werden sollten, was als Rahmenprogramm denkbar sei. Der Kolbermoorer Energietag wird am Samstag, 14. April, im und vor dem Rathaus stattfinden.
Dieser Tag der Energie war bereits auf der jüngsten Zusammenkunft des Kolbermoorer Energie-Stammtisches auf der Tagesordnung gestanden – allerdings hatte man die vorherigen Punkte so ausführlich diskutiert, dass nicht mehr viel Zeit dafür geblieben war. Eine erste Reaktion der Teilnehmer war, den Titel aufzuweiten, um eine größere Zielgruppe anzusprechen. Vorstellbar wäre demnach (statt Energie-Tag) auch der „Tag des guten Lebens“. Das wird alles diesen Donnerstag besprochen werden.
Beim jüngsten Energie-Stammtisch war es auch um die Ergebnisse des Stadtradelns gegangen, das heuer landkreisweit drei Wochen im Juli stattgefunden hatte. Mit dieser Aktion soll Lust auf einen Umstieg vom Auto aufs Radl gemacht (und damit Kohlendioxid eingespart) werden. Auf Initiative von Martin Korndoerfer hatte sich Kolbermoor erstmals mit eigener Wertung beteiligt – und bei der Zahl der geradelten Kilometer (es waren exakt 31647) landkreisweit den zweiten Platz belegt. Im Verhältnis von geradeltem Kilometer pro Einwohner belegte die Stadt den dritten Platz. Auch ist Kolbermoor inzwischen in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern aufgenommen. Ein Gremium der Arbeitsgemeinschaft war dazu Anfang Mai in Kolbermoor gewesen und hatte die „Vorbereisung“ durchgeführt. Kolbermoor hat jetzt, so Korndoerfer, drei bis fünf Jahre Zeit, um das Hauptkriterium (das Aufstellen eines Radkonzepts) zu erfüllen.
Ein großes Thema bei diesem Energie-Stammtisch war auch der Stadtbus gewesen. Es wurde diskutiert, wie der Bus besser ausgelastet werden könnte und ob zusätzliches Marketing dabei helfen könnte. Festgestellt wurde, dass die Hauptverkehrsströme in der Früh (durch Schülerverkehr und Pendler), mittags (Schüler) und abends (Pendler) aufträten. Daher seien die Stadtbuskapazitäten in der Früh ausgelastet – am restlichen Tag aber bei weitem nicht, woraus sich auch ein finanzielles Defizit ergäbe. Könnte der Stadtbus vermehrt für Bedarfsfahrten (etwa für Kolbermoorer Vereine) eingesetzt werden? Oder sollte der Bus tagsüber nur als eine Art Ruftaxi verkehren?
Die Teilnehmer des Treffens waren sich einig, auch die Entwicklung des Kraftverkehrs nicht außer Acht zu lassen. Gefragt wurde insbesondere nach den Ergebnissen einer Studie, die 2009 abgeschlossen wurde. Die Kernergebnisse dieser Studie werden ebenfalls beim nächsten Energiestammtisch am 16. November im Rathaus von Martin Korndoerfer kurz erläutert. Alle interessierten Bürger sind zu diesem Treffen willkommen. fl