Neue Aufenthaltsqualität für die Mangfall und ihre Dämme

Mit Abdeckung und Sitzgruppen

von Redaktion

Neben der Verkehrssituation in Kolbermoor nahm die Mangfall – allen voran ihre Spundwanddämme – Raum bei der Aussprache in der Bürgerversammlung im Mareissaal ein. Wie denn der Stand der Dinge in Sachen Spundwand-Verkleidung sei, wollte etwa ein Kolbermoorer wissen.

Kolbermoor – Von dieser Verkleidung sei man inzwischen abgerückt, so Bürgermeister Peter Kloo. Bei einer Bürgerbefragung habe man festgestellt, dass die meisten kaum Probleme mit diesen Wänden hätten – sie wollten lieber einen Zugang zur Mangfall und Sitzmöglichkeiten, um mehr Aufenthaltsqualität zu bekommen. So werden die Wände jetzt nur Abdeckungen bekommen. Entlang des Schwarzen Weges seien auch Sitzgruppen eingeplant, doch die Pläne, so bedauerte Stadtbaumeister Andreas Meixner, lägen nach wie vor zur Prüfung bei der Regierung.

Ein anderer Kolbermoorer erinnerte sich daran, früher an der Mangfall, im Bereich der jetzigen Bebauung auf der Spinnereiinsel, spazieren gegangen zu sein – jetzt sei dies nicht mehr möglich. Hier befänden sich „abgesperrte Privatstrände“. Doch der Bürgermeister musste daran erinnern, dass dieser Bereich auch früher immer Privatgrund der Spinnerei gewesen sei. Das Wasserwirtschaftsamt habe sich für einen Weg zwar das Wegerecht gesichert – aber der Abschnitt sei tatsächlich Privateigentum. Kloo: „Dafür gibt es viele andere Möglichkeiten, an die Mangfall zu gelangen.“

Um die Mangfall war es auch im „offiziellen“ Teil der Bürgerversammlung gegangen, in dem Bürgermeister Peter Kloo eine Übersicht über den Stand der Dinge in der Stadt gegeben hatte. So stehe der Bereich Hochwasserschutz Mangfall im Bereich Friedhof jetzt kurz vor der Fertigstellung – endlich. Kloo:“ Das hat sehr lange gedauert.“ Der Bereich entlang des Alten Friedhofs war nicht von den Sofortmaßnahmen in den Jahren 2013/2014 erfasst worden. Baubeginn war hier erst im September letzten Jahres. Eine Rampe bietet Zugang zum Wasser. Bauherr war der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim. Von den Baukosten von 1,8 Millionen Euro muss die Stadt 72000 Euro übernehmen. „Das ist wieder ein weiterer Meilenstein in der der Stadtentwicklung,“ freute sich Kloo.

In der Nachbarschaft dieses Projekts geht es mit der Stadtentwicklung gleich im Frühjahr weiter: Dann startet die Umgestaltung des Friedhofsvorplatzes mit dem Kriegerdenkmal.

Inzwischen abgeschlossen sind dagegen die Arbeiten an der Straßenbeleuchtung für den „Schwarzen Weg“. Im September und im Oktober wurde sie erstellt; die Baukosten lagen bei 30000 Euro. Im Frühjahr erfolge auch hier die Bepflanzung in den ausgesparten Bastionen, versprach der Bürgermeister.

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