Stadtrat Kolbermoor

Fernwärme für den Kindergarten

von Redaktion

Das Thema Fernwärme hat die Stadt Kolbermoor stets auf dem Schirm. Wo möglich, werden Projekte angestoßen und umgesetzt. Kommendes Jahr soll nun der Kindergarten „Am alten Tonwerk“ ans Fernwärmenetz Glasberg angeschlossen werden. Der Stadtrat begrüßte dies.

Kolbermoor – Die Heizanlage des Kindergartens „Am alten Tonwerk“ an der Ganghoferstraße, über dem zudem zwei Mietwohnungen liegen, ist inzwischen in die Jahre gekommen. Die Stadt will, wie Bürgermeister Peter Kloo in jüngster Sitzung des Stadtrates ausführte, die Ölheizung durch einen Anschluss ans Fernwärmenetz Glasberg ersetzen.

Denn: In unmittelbarer Nähe gibt es bereits das Blockheizkraftwerk des Komplexes Am Glasberg, das mit Gas betrieben wird und neben der Fernwärme auch noch Strom erzeugt. Und auch der darüber gewonnene Strom kann nach den Worten des Bürgermeisters kostengünstig vor Ort genutzt werden. Ein „Mieterstrommodell“ ist dazu für das städtische Wohnhaus am Glasberg, das aktuell saniert wird, in Planung. Nun sollen auch der benachbarte Kindergarten und die beiden darüberliegenden Wohnungen davon profitieren.

Die Investitionskosten für den Neuanschluss bezifferte der Rathauschef auf rund 46000 Euro, die nun in den Haushaltsplan 2018 als Investition mit aufgenommen werden sollen. Abzüglich Unterhaltskosten etc. würde der Anschluss ans Fernwärmenetz Einsparungen von etwa 600 Euro im Jahr erwirtschaften – neben dem Pluspunkt Klimaschutz.

Für die Umsetzung, wozu ein Fernwärmerohr im Garten des Kindergartens verlegt werden müsste, schlägt die Stadtverwaltung den Ferienmonat August vor – wenn der Kindergarten sowieso geschlossen ist. Zudem soll geprüft werden, ob eine weitergehende energetische Sanierung des Gebäudes sinnvoll wäre. Falls dem so ist, soll das Ergebnis ebenfalls im Stadtrat beraten werden.

Einhellig begrüßte das Gremium das Vorhaben Fernwärmeanschluss für den Kindergarten. Georg Kustermann (Grüne) und Sebastian Daxeder (CSU) zeigten sich überdies erfreut, dass die Umstellung neben dem Klimaaspekt auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringe. Daxeder bat gleichzeitig die Verwaltung darum, zu hinterfragen, ob mit Gas betriebene Fernwärmenetze überhaupt zukunftsfähig sind – „nicht dass wir uns hier auf dem falschen Pfad befinden.“

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