Kolbermoor – Umbaupläne hat der Eigentümer der Nordhälfte des ehemaligen BRK-Heimes an der Albert-Loher-Straße: Er würde gerne das Lager im Obergeschoss in einen Wohnraum umnutzen, im Erdgeschoss die Garage dazu unterbringen. Ein entsprechender Bauantrag lag dem Bauausschuss in jüngster Sitzung vor – er wurde jedoch einstimmig abgeschmettert.
Hintergrund für die Ablehnung: Die Stadt will den Bereich zwischen Albert-Loher-Straße und Försterstraße (nördlich der Rosenheimer Straße) mit einem Bebauungsplan überplanen und entsprechend baurechtlich ordnen. Dazu hatte der Stadtrat, vorberaten durch den Bauausschuss (wir berichteten), den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Försterstraße Nordwest“ erlassen. Inklusive einer Veränderungssperre über das Gebiet, damit die Bauleitplanerstellung ungehindert erfolgen kann. Aus diesen Gründen wurde dem Bauantrag das Einvernehmen versagt.
Eine Absage erteilte das Gremium zudem einem Bauwerber, der ein Lagerbüro an der Hasslerstraße 5 (ehemaliger Heizölhandel) in einen Imbiss plus Wohnung umnutzen will. Vorgesehen wären: knapp 33 Quadratmeter Imbissfläche, auf der übrigen Fläche Wohnen. Was der Antragsteller allerdings nicht nachweisen konnte: genügend Stellplätze für das Vorhaben. Denn: Pro Wohnung sind in Kolbermoor laut Stellplatzsatzung zwei Stellplätze erforderlich, für den Imbiss kämen weitere drei hinzu – also insgesamt fünf Stück. Deshalb die Empfehlung der Bauverwaltung: den Antrag abzulehnen. Dem kam das Gremium einstimmig nach. Dagmar Levin (SPD) unterstrich diesbezüglich: „Ein Imbiss erfordert einfach Stellplätze.“ Auch der benachbarte Park&Ride-Parkplatz könne nicht für eine Lösung herangezogen werden, da bereits durch die Bahnpendler rappelvoll, wie Bürgermeister Peter Kloo ergänzte.
„Grünes Licht“ wurde indes einem Bauantrag für die Errichtung einer Garage und eines angrenzenden Carports in der Hölderlinstraße erteilt; ebenso den Plänen für eine Doppelgarage zur geplanten Doppelhaushälfte in der Oberen Breitensteinstraße.
Im Stadtrat war überdies der Bebauungsplan „Am Gangsteig neu“ auf den Weg gebracht worden mit einem einstimmigen Aufstellungsbeschluss – und auch hier verbunden mit einer Veränderungssperre. Die Grundzüge der Überplanung des Gebietes rund um die Straße Am Gangsteig waren bereits im Bauausschuss vorberaten worden (wir berichteten). Nach den Worten von Bürgermeister Kloo sollen im Zuge der Bauleitplanung die Grundstücke baurechtlich geordnet werden (Möglichkeiten der Nachverdichtung), ebenso die Erschließung. Denn: Teile der Straße sind nicht in Besitz der Stadt. „Auch im Zuge des geplanten Tierheim-Neubaus müssen wir uns Gedanken über die Verkehrsführung machen“, führte Kloo aus.
Hinzu kommt, dass es offenbar für Teile der Schrebergartensiedlung Bauwünsche gibt. Stefan Reischl (Parteifreie) regte diesbezüglich an, den Schrebergartenbesitzern geeignete Ersatzflächen zu beschaffen – ein Gedanke, den Bürgermeister Kloo prüfen lassen will. Möglicherweise gäbe es freie Flächen in der Schrebergartenanlage entlang der Bahn (Am Graben).