Stadtrat Kolbermoor

Experten beim Grenzverlauf

von Redaktion

Sie kennen jeden Grenzstein, wissen um die Grundstücksverläufe: die Feldgeschworenen. Der Stadtrat hat nun drei Kolbermoorer Bürger neu mit dieser Aufgabe betraut.

Kolbermoor – Es handelt sich um ein Ehrenamt – und noch dazu um kein alltägliches: Feldgeschworene sind in den Kommunen gefragt, wenn es um Grenzstreitigkeiten und die Klärung von Grundstücksfragen geht. Die Anfänge dieses Amtes reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Heute unterstützen sie als Ortskundige die staatlichen Vermessungsbehörden.

Zu den weiteren Aufgaben zählt es, auf die Einhaltung der Grenzzeichen hinzuwirken und ihren Zustand, insbesondere an den Gemeindegrenzen, zu überwachen. „Ein sehr wichtiges Ehrenamt“, wie Bürgermeister Peter Kloo vor dem Stadtrat betonte.

Wie der Kolbermoorer Stadtrat bereits im Jahr 1986 festlegte, soll die Anzahl der Feldgeschworenen in der Mangfallstadt bei sechs Personen liegen. Weil zuletzt drei der Kolbermoorer Feldgeschworenen verstorben sind, galt es nun, Nachfolger zu bestimmen. Auf Vorschlag der Stadtverwaltung sind dies Siegfried Ebert, Robert Höpfl und Georg Huber – „alle drei Bewerber sind der Verwaltung als zuverlässige und ortskundige Personen bekannt“, betonte Kloo in der Sitzung. Der Stadtrat schloss sich diesem Vorschlag einstimmig an.

Die drei neu ernannten Feldgeschworenen ergänzen nun das bestehende „Team“ um Martin Stadler, Josef Schmid und Ludwig Seiderer.

„Höchsten Respekt“ zollte auch CSU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Daxeder den Feldgeschworenen, die „bei jedem Wetter mit Pickel und Schaufel nach Grenzsteinen suchen“.

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