Klimaschutz

Wo wertvolle Energie verloren geht

von Redaktion

Die Stadt Kolbermoor legt ein Augenmerk auf Klimaschutz. Neben Sanierungsmaßnahmen an städtischen Gebäuden und dem Ausbau des Fernwärmenetzes werden auch diesen Winter „Thermografie-Spaziergänge“ angeboten. Bei diesen Exkursionen mit Wärmebildkamera sollen die Bürger für das Thema Energieverlust sensibilisiert werden.

Kolbermoor – Im vergangenen Winter vom damals neuen Klimaschutzmanager Martin Korndoerfer ins Leben gerufen, waren die „Thermografie-Spaziergänge“ bereits ein voller Erfolg und von großem Interesse begleitet. Eine Neuauflage des Angebots erfolgt nun diesen Winter – mit der ersten Veranstaltung kurz vor den Weihnachtstagen.

Und auch dieses Mal war das Interesse ungebrochen. Eingangs informierte Klimaschutzmanager Korndoerfer im Allgemeinen über das Thema Wärmebildkamera und Energiesparen.

Dabei ergab sich sogleich eine kleine Diskussion über Wärmedämmung. Korndoerfer ging dabei auch auf den „Behaglichkeitsfaktor“ einer Wärmedämmung ein – dass und warum sich ein Raum bei gleicher Raumtemperatur „wärmer“ anfühlt, wenn die Wände warm, weil gedämmt, sind. Auch die Frage nach der Amortisationszeit kam auf und dass sich für einen der teilnehmenden Bürger, der bereits über 70 ist, eine Wärmedämmung wohl nicht mehr amortisiere, wie er anführte. Der Klimaschutzmanager führte diesbezüglich als Beispiel das Haus seiner Großeltern an, das ebenfalls energetisch saniert wurde – „wobei meine Mutter als Nutznießerin der Wertsteigerung der Investition in eine gute Wärmedämmung diese eben mitfinanziert hat“, so Korndoerfer. Er wies zudem darauf hin, dass es sich bei einer Investition in eine Wärmedämmung eben um eine Investition handelt und nicht um Kosten, denn man „erkauft“ sich ein behaglicheres Zuhause und steigert gleichzeitig den Wert (Verkaufswert/Mietniveau) der Immobilie. Auch mache man sich unabhängiger von unkalkulierbar steigenden Gas- und Ölpreisen. „Es lohnt sich natürlich umso mehr, je früher man in ein energieeffizientes Haus investiert. Und es gibt dazu noch attraktive Fördermöglichkeiten durch KfW und Bafa“, so Korndoerfer weiter.

Im Anschluss folgte der praktische Teil unter Zuhilfenahme der Wärmebildkamera. Erste Anschauungsobjekte waren das Foyer des Rathauses und schließlich die Fußbodenheizung im zweiten Stock. Dann ging es nach draußen zu einem Spaziergang um das Rathaus und in die Nebenstraßen.

Dabei hat die Gruppe einige thermische Auffälligkeiten an den umliegenden Häusern betrachtet. Deutlich zu erkennen: die typischen „Heizungsnischen“, ungedämmte Rollladenkästen, Stirnseitengedämmte Zwischendecken, kalte Fensterstürze und einiges mehr.

Die weiteren Termine für Thermografie-Spaziergänge sind am Freitag, 26. Januar, und Freitag, 23. Februar. Startpunkt ist jeweils um 18.30 Uhr im Foyer des Rathauses.

Falls Interesse besteht, dass ein Haus als Anschauungsobjekt (von außen) zur Verfügung gestellt wird, wird um Kontaktaufnahme mit Klimaschutzmanager Martin Korndoerfer, Rathaus, Telefon 08031/2968-144 oder E-Mail klimaschutz@kolbermoor.de gebeten; dort ist auch die Anmeldung für die nächsten beiden Thermografiespaziergänge im neuen Jahr möglich.

Zudem wird in Kolbermoor seit rund einem Jahr eine Sprechstunde der Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern angeboten. Sie findet einmal monatlich im Bürgerhaus „Mangfalltreff“ statt und wird laut Verwaltung gerne und rege genutzt. „Die Sprechstunden sind immer hervorragend gebucht“, erklärte dazu Christian Poitsch vom Stadtmarketing Kolbermoor. Nächster Termin ist am Montag, 8. Januar, von 16 bis 19 Uhr im Bürgerhaus „Mangfalltreff“, Von-Bippen-Straße.

Die Kosten betragen pro Beratung 7,50 Euro (45 Minuten). Anmeldung für die Sprechstunden erbeten unter Telefon 0800/ 809802400 bei der Verbraucherzentrale Bayern oder im Bürgerbüro des Rathauses Kolbermoor unter Telefon 08031/2968-100.

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