Kolbermoor – Immer wieder werden im Stadtgebiet, in der Aiblinger Au und in Pullach Straßen aufgerissen, Kabel verlegt, Verteilerstationen errichtet. Die Telekom führt in diesen Bereichen den Ausbau des Breitbandnetzes durch, teils eigenwirtschaftlich, teils über die Breitbandförderung bezuschusst.
Bis Ende Mai 2018, so die Telekom auf Anfrage unserer Zeitung, soll der Breitbandausbau in Kolbermoor abgeschlossen sein. In Teilbereichen ist das „schnelle Internet“ bereits in Betrieb.
Abgeschlossen sind die Arbeiten laut Stadtverwaltung auch in der Aiblinger Au und in Schlarbhofen. Der Abschnitt Gewerbepark Conradty steht ebenfalls vor dem Abschluss. Die Leerrohre sind mit der erfolgten Verlegung der Conradtystraße bereits gesetzt, die neuen Glasfaserkabel sollen im Frühjahr eingezogen werden.
Einzelne Gebiete, die von der Telekom nicht eigenwirtschaftlich ausgebaut werden, werden über die Breitbandförderrichtlinie des Bayerischen Breitbandzentrums bezuschusst (Aiblinger Au, Schlarbhofener Straße und Gewerbepark Conradty). Die Gesamtkosten für diese Bereiche betragen laut Stadt rund 193000 Euro. Der staatliche Förderanteil liegt bei 135000 Euro (70 Prozent). Die Stadt beteiligt sich mit 58000 Euro (30 Prozent). „Wobei die Grundausbaukosten auch in diesen Fällen die Telekom übernimmt, einzig die Deckungslücke wird durch die Breitbandförderung übernommen“, erläuterte diesbezüglich Bauamtsleiter Andreas Meixner. Dieses Procedere werde immer dann herangezogen, wenn sich der Breitbandausbau eigenwirtschaftlich nicht lohne.
Umstellung:
Bürger müssen
selbst aktiv werden
Ist der Ausbau in ihrem Straßenzug abgeschlossen, müssten die Bürger für die Umstellung selbst aktiv werden, heißt es aus dem Rathaus. Dass dies nicht immer reibungslos abläuft, vermeldet uns ein Leser aus der Aiblinger Au: Hier ist der Ausbau bereits vollzogen, doch habe er den Eindruck, dass bei der Umstellung auf schnelles Internet die Telekom-Kunden bevorzugt würden. Seine Verärgerung ist deshalb groß.
Offen lässt die Telekom indes die Anfrage eines Lesers aus Pullach, der sich über das Online-Portal „Pinweis“ (OVB-Medienhaus) an unsere Zeitung wandte: Wann denn die Willinger Straße mit schnellem Internet versorgt würde? Lapidar kam dazu von der Telekom aus deren Pressestelle in München der Verweis auf die allgemeine Breitbandausbau-Karte des Unternehmens auf der Firmenhomepage – wo die Willinger Straße nach wie vor als weißer Fleck dargestellt ist.
Im Kerngebiet von Pullach erfolgte der Breitbandausbau indes bereits eigenwirtschaftlich durch die Telekom – hier ist das „schnelle Internet“ schon verfügbar.