Stadtrat Kolbermoor

Sonderzuschuss für Nachwuchsförderung

von Redaktion

Extra Geldsegen für die Tischtennisabteilung im SV-DJK: Neben den allgemeinen Sportfördermitteln von Seiten der Stadt an den Hauptverein erhält die Sparte einen Sonderzuschuss über 15000 Euro für den Jugend- und Breitensport. Einen „Automatismus“ für diese Summe lehnte der Stadtrat allerdings ab.

Kolbermoor – Der Stadtrat gab in jüngster Sitzung – neben den allgemeinen Sportfördermitteln (wir berichteten) – einstimmig die Gelder für den Tischtennissport frei. Abteilungsleiter Günther Lodes begründete seinen Antrag auf Sonderzuschuss unter anderem mit der Jugendarbeit und Breitensportförderung der Sparte. Auch an den Schulen ist die Tischtennisabteilung aktiv.

Seit 2014 gibt es bereits die Sonderzuschüsse für die Tischtennissparte, informierte Bürgermeister Kloo in der Sitzung. Mal wurden 15000, mal 13000 Euro pro Jahr ausbezahlt – alles für Nachwuchs und Breitensport, ausdrücklich nicht für das Bundesliga-Engagement, wie betont wurde. Die Erstligamannschaft finanziere sich ausschließlich über Sponsorengelder von Kolbermoorer Unternehmen.

Wie Kloo ausführte, fließen jedes Jahr auch noch weitere Gelder in den Tischtennissport: über das Projekt „Arbeitsgemeinschaft Schule & Verein“, das seit 2003 besteht. Der Freistaat, der das Projekt ins Leben gerufen hatte, beteiligt sich mit insgesamt 840 Euro an den sechs Arbeitsgemeinschaften. Den Defizitausgleich in Höhe von 4632 Euro übernimmt indes die Stadt. „Der Staat hat damit seinen Sportunterricht zurückgefahren und die Kommune bleibt auf den Mehrkosten sitzen“, kritisierte dazu der Bürgermeister, der aber gleichzeitig betonte, dass es sich um „gut investiertes Geld“ handle.

Für mehr Planungssicherheit bat die Tischtennissparte zudem darum, den Sonderzuschuss in Höhe von 15000 Euro jährlich fix in den Haushalt einzustellen.

Von letzterer Idee zeigte sich allerdings eine ganze Reihe Stadträte wenig begeistert: Natürlich wolle man den Tischtennissport auch weiterhin unterstützen, doch sollte der Sonderzuschuss nicht zur Selbstverständlichkeit werden und in der allgemeinen Haushaltsberatung „untergehen“, argumentierten Georg Kustermann (Grüne) und Dagmar Levin (SPD). Und Dieter Kannengießer (Parteifreie) ergänzte: „Ich glaube auch, dass es gut ist, wenn es jedes Jahr in Erinnerung gebracht wird.“

Markus Schiffmann (CSU) verwies indes auf die gewünschte Planungssicherheit für die Sparte. Woraufhin Levin erwiderte: „Es soll ja nicht heißen, dass das Geld nicht ausbezahlt wird, aber eine gewisse Würdigung sollte so ein Betrag schon wert sein. Man vergibt sich ja nichts, jedes Jahr den Antrag zu stellen.“

Zuschussantrag:

Kein „Automatismus“

Letztendlich beschloss das Gremium einstimmig, den Sonderzuschuss über 15000 Euro auch 2018 zu gewähren (wie bereits 2017: 10 000 Euro plus 5000 Euro). Für das Jahr 2019 müsste dann erneut eine Antragstellung erfolgen.

Des Weiteren genehmigte der Stadtrat die Spenden, die das Jahr über an die Stadt und deren Einrichtungen gegangen sind, darunter Gelder für neue Bücher (Stadtbücherei), eine Spende für die Migrations-Deutschkurse an der VHS und die Jahresförderung des Singschul-Fördervereins an die Musikschule.

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