Kolbermoor – Organisiert war das Spektakel wiederum vom Team „37 Grad Celsius Events“ um Klaus Meyer und Michi Steinkohl. Schon weit vor dem Start um 11 Uhr herrschte ordentlich Betrieb im Autohaus, wo sich die Starter noch bis kurz vor Rennbeginn eintragen konnten. Der vom „Zeltlager Kohlstatt“, dem Bayerischen Roten Kreuz und der Freiwilligen Feuerwehr Pullach ausgeschilderte und abgesicherte 3,33 Kilometer lange Rundkurs führte am Mangfallkanal entlang in Richtung Aicherpark, auf der Gegengeraden zurück bis zur Ludwigstraße und dann wieder in Richtung Volvo-Autohaus. Die sportliche Herausforderung konnte jeder Läufer nach eigener Einschätzung einmal (3,33 Kilometer), zweimal (6,66 Kilometer) oder auch dreimal (zehn Kilometer) in Angriff nehmen. Diese Auswahl konnte jeder auch erst während des Laufes selbst treffen – je nach körperlicher Verfassung und Kondition. Während überall auf dem Autohausgelände die Sportler mit Dehn- und Streckübungen beschäftigt waren, stellte das Team vom Verein „Kolbermoorer helfen“ Sportlernahrung zur Verfügung und half, wo Hilfe benötigt wurde. Minuten vor dem Rennbeginn sammelten sich die Teilnehmer und zählten die letzten Sekunden vor dem Startschuss von Britta Fürmeier vom Organisationsteam zusammen und lautstark herunter. Nach dem Durchlaufen der neutralen Zone auf dem Autohausgelände wurde der eigentliche Start – die damit verbundene elektronische Zeitmessung – erst mit Überlaufen der Startlinie auf dem Mangfalldamm per Transponder für jeden Teilnehmer individuell ausgelöst. Verantwortlich für diese korrekte und sekundengenaue Zeitmessung war wieder das Team von Tiger-Timing.
Bei strahlendem Sonnenschein säumten viele Zuschauer den Rundkurs und feuerten die Läufer, die von Christian Behle als voranfahrendem Scout angeführt wurden, an. Für alle wichtigen und vielleicht nicht so wichtigen Informationen an der Strecke, vor und nach dem Rennen sorgte in bewährter und humorvoller Manier wiederum Ansager Sascha Kurz, der von der Veranstaltung gar nicht mehr wegzudenken ist, wie sich die Zuschauer einig waren.
Neben den Athleten, die den Lauf in ihr Trainingsprogramm aufgenommen hatten, stand für die meisten Starter der Spaß an der Freude und die sportliche Herausforderung im Vordergrund. So lief man paarweise oder im Pulk, winkte den Zuschauern zu und war sogar zu manchem Späßchen trotz der körperlichen Anstrengung bereit. Nach etwa einer Stunde waren dann alle Teilnehmer im Ziel, abgekämpft aber überwiegend glücklich und zufrieden. Zur Belohnung war vom Veranstalter beste Zielverpflegung vorbereitet. So gab es Würstl, isotonische Durstlöscher, Tee, Kaffee und von den Mitgliedern des Vereins „Kolbermoorer helfen“ selbst gebackene Leckereien. Nach der Auswertung der Ergebnisse gab es bei der Siegerehrung in der warmen Halle des Autohauses für die Gesamtsieger und die beiden Nächstplatzierten wertvolle Sachpreise, Medaillen und Urkunden. Jeder Starter hatte zuvor schon mit Entrichten des Startgeldes ein Los erhalten, das nun an der Verlosung der Sachpreise teilnahm.
Nach Abschluss des Rennens zeigten sich Michi Steinkohl und Klaus Meyer unisono sowohl über die Resonanz (mehr als 350 Starter aller Alters- und Leistungsklassen) als auch die sportlichen Leistungen „sehr zufrieden“: „Wir haben im Vorfeld alles hergerichtet für einen schönen sportlichen Jahresabschluss, die Läufer haben dann das ihrige dazugetan“. Die beiden Organisatoren konnten nach Rennschluss 1300 Euro, die sich aus den anteiligen Startgeldern (je zwei Euro pro Starter) und Spenden zusammensetzten, an das mithelfende „Zeltlager Kohlstatt“ und den Verein „Kolbermoorer helfen“ übergeben. Deren Vorsitzende Gabi Böning, selbst als organisierende und helfende Kraft vor Ort im Dauereinsatz, freute sich über den finanziellen warmen Regen, der in ein zweites Fahrzeug für das Projekt „Essen auf Rädern“ des Caritas-Altersheimes in Kolbermoor einfließen soll.