Kolbermoor – Erneut fand auf Initiative der Schulleitung Manuela Strobl und dem JaS-Team (Jugendsozialarbeit an Schulen) des AWO-Kreisverbandes Rosenheim für die vierten Klassen der Adolf-Rasp-Grundschule das Münchner „Medienlöwen-Projekt“ des Kinderschutzbundes statt. Möglich gemacht wurde diese Aktion durch den Förderverein der Schule sowie den Trägern der Jugendsozialarbeit an Schulen.
Laut der KIM-Studie 2016 (Kindheit, Internet und Medien) besitzt ein Großteil der Sechs- bis 13-Jährigen bereits ein eigenes Handy oder Smartphone. Umso wichtiger ist es deshalb, den Kindern frühzeitig den Umgang sowie die Risiken und Gefahren der heutigen Medienwelt altersgerecht näher zu bringen.
Zu Beginn reflektierten die Kinder gemeinsam mit den beiden Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes, Barbara Heuel und Beate Zeif, ihr eigenes Medienverhalten und erarbeiteten in Gruppen, welche Tätigkeiten mit dem Handy Spaß machen, aber auch welche Gefahren auftauchen können und welche Regeln Sinn machen.
Voller Elan berichteten die Kinder, was sie mit ihren Handys und Smartphones alles machen können: Snapchat, Instagram, Musically, Whatsapp, Facebook, chatten, aber auch fotografieren, Bilder bearbeiten, Filme anschauen und telefonieren sind nur einige der genannten Punkte.
Im Anschluss wurden in Gruppenarbeit die Gefahren erarbeitet. Den Viertklässlern waren viele der Gefahren bewusst, aber vor allem mit Antworten auf die Fragen zu „Ab wann darf ich was?“, „Wo finde ich diese Bestimmungen?“, „Auf was haben die Apps Zugriff?“, „Auf was muss ich aufpassen? Wo muss ich vorsichtig sein?“, konnte der Kinderschutzbund die Kinder überraschen. Auch einfache Regeln für den Umgang mit dem Handy wurden von den Kindern gefunden.
Da aber auch die Eltern mit ins Boot geholt werden sollten, da Erziehung nur mit Zusammenarbeit der Eltern gelingen kann, lud die Schulleitung zu einem informativen Elternabend ein. Im Rahmen dieses Abends, der von den beiden Mitarbeiterinnen des Medienlöwen-Projekts moderiert wurde, präsentierten die Kinder ihre Ergebnisse und ihr neu erworbenes Wissen stolz ihren Eltern. Die beiden Moderatorinnen gaben den Eltern weitreichende Informationen weiter, mit dem Hinweis, auch selbst den Kindern ein Vorbild zu sein und vielleicht ihr eigenes Medienverhalten zu reflektieren.
Da die Eltern heutzutage den Möglichkeiten dieser Medien kaum ausweichen können, ist es umso wichtiger, sich frühzeitig mit dem altersgerechten Umgang sowie mit den möglichen Gefahren gemeinsam mit dem Kind auseinanderzusetzen. Wichtig sei auch, so die beiden Referentinnen, mit dem Kind gemeinsam Regeln für den Umgang zu erarbeiten, die im besten Fall auch für beide Seiten gelten.
Nachdem Schulleiterin Manuela Strobl den Beteiligten ihren Dank ausgesprochen hatte, bestand für die Anwesenden noch die Möglichkeit, sich persönlich mit Fragen zum Thema Medien an die Referentinnen zu wenden.