Kolbermoor – Ortsvorsitzender Sebastian Daxeder betonte eingangs in seiner Begrüßungsrede, dass diese Ehrung zwar symbolisch zwei Beispiele hervorhebe, jedoch als allgemeine Anerkennung des gesamten ehrenamtlichen Einsatzes aller zu sehen sei. Besonders freute sich Daxeder, dass sich der Empfang über die langen Jahre seines Bestehens hinweg so gut entwickelt habe.
Über den ersten Anerkennungspreis durfte sich daraufhin eine Institution freuen, die es sich seit Jahren zur Aufgabe gemacht hat, Kolbermoors Stadtgeschichte zu dokumentieren und der Allgemeinheit nutzbar zu machen. Der Förderverein Heimat- und Industriemuseum erhielt die Anerkennung für das über 20-jährige Wirken im Dienst der Heimat.
Andreas Mayr stellte seine Laudatio unter den Oberbegriff „Heimat“ und würdigte die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer: „Alle Mitglieder des Fördervereins sind Architekten der Kolbermoorer Geschichte.“ Auch die lobenswerte Bildungsarbeit vor allem für und mit Kindern und Jugendlichen fand Eingang in Mayrs Laudatio.
Der Erste Vorsitzende desFördervereins, Stefan Reischl, bedankte sich für die Ehrung mit einem kurzen Abriss über die Vereinsgeschichte und vor allem mit einigen ausgewählten Bildern aus der Stadtgeschichte. Reischl wies auch auf den Auftrag des Museums hin, mit weiteren Bildern die aktuellen baulichen Veränderungen in Kolbermoor zu dokumentieren und zeigte als Beispiel einige Fotos der gerade stattfindenden Sanierung des Bahnhofsgebäudes.
Für Auflockerung sorgte sodann die Einlage des Faschingsvereins Mangfalltal, der mit Garde und Prinzenpaar erschienen war und mit Gardemarsch und Prinzenwalzer für ein fulminantes Intermezzo sorgte.
Eine neue Art der Würdigung war der zweite zu vergebende Preis: „Heute ehren wir ein ganzes Dorf“, so begann Laudator Leonhard Sedlbauer seine Ausführungen über die Pullacher Ortsgemeinschaft, die für ihren Zusammenhalt und ihr soziales Engagement als Preisträger ausgewählt worden war. Besonders hob Sedlbauer das produktive Miteinander der fünf Pullacher Ortsvereine hervor, die viele Veranstaltungen wie das Dorf- und Familienfest ausrichten und ihr Dorf besonders auch für Zugezogene von einem Wohnort zu einer echten Heimat werden lassen.
Über die Aktivitäten der Vereine berichtete anschließend Ortskartellvorsitzender Hermann Tutschka, der einige Bilder mitgebracht hatte und den Anwesenden einen Einblick in das Pullacher Dorfleben gewährte. Jeder der fünf Vereine erhielt anschließend eine eigene Ausfertigung des Preises aus der Hand des Ortsvorstandes.
Der Schlusspunkt blieb wiederum dem Faschingsverein vorbehalten, der diesmal mit der Showtanzgruppe einmarschierte und nicht nur einen anspruchsvollen und „magischen“ Showtanz, sondern auch eine weitere Darbietung des Prinzenpaars im Gepäck hatte.
Nach dem Ende des offiziellen Teils nutzten viele Gäste noch die Gelegenheit, sich auszutauschen und denAbend ausklingen zu lassen. sel