Die Teenies der Stadtgarde Wasserburg.
Kolbermoor – In der schon zur Mittagsstunde bis auf den letzten Platz gefüllten Aula begrüßte der Vorsitzende des Faschingsvereins Mangfalltal, Manuel Eckert, die vielen Abordnungen der Faschingsvereine aus dem gesamten Landkreis Rosenheim.
Angereist waren elf Kindergarden sowie 13 Erwachsenen-Garden mit ihren Showtanzgruppen, begleitet teilweise vom gesamten Hofstaat und ihren Prinzenpaaren, die dem Festival dann ihren närrischen Stempel aufdrückten.
Eröffnung durch Kolbermoorer Nachwuchs
Los ging es mit den jungen Maschkera, die schon erstaunliches Können zeigten. Kinderhofmarschall Maxi Müller führte die Zuschauer souverän durch die Veranstaltung, streute immer wieder interessante Details rund um die Auftretenden ein. Den Anfang machte der Nachwuchs des Veranstalters, dessen Kindergarde die beiden Hoheiten Kilian II. und Maria I. aufs Parkett geleitete. Diese verzauberten das Publikum mit ihren Tänzen, die Kindergarde und die Jugend des Faschingsvereins setzten dann weitere frühe Höhepunkte.
Aus der Kastenau kommend stürmten sodann Seeräuber die Bühne und sie ließen den legendären „Captain Jack“ wieder auferstehen.
Der Wilde Westen hörte heuer erst in Kolbermoor auf, denn die Tanzstrolche und Teenies der Stadtgarde Wasserburg brachten Westernflair mit in die Halle. Tänzerisch setzte das Kinderprinzenpaar der Faschingsgilde Prienarria, Kevin I. und Stefanie I., außergewöhnliche Akzente und zusammen mit den Narria-Kids und den Teens verwandelten sie beim Showtanz die Schulaula in ein Tollhaus.
Kurz Luft holen war angesagt und schon ging es weiter, denn die Kindergarde Neubeuern schwebte scheinbar völlig losgelöst über die Bühne, die sie dann mit lang anhaltendem Applaus wieder per „Space-Taxi“ verließ.
Mit Elvis Presley im musikalischen Gepäck waren die „Hot Socks Teenies“ des SV Ramerberg angereist und auch Kindergarde und Teenies der Faschingsgilde Bad Endorf ließen sich nicht zweimal bitten und sie versetzten das Publikum in Staunen.
Die hell leuchtenden Sterne des Faschings auf den Blusen trug die Kindergarde der Faschingsgilde Bad Aibling und die wirbelten auch sternengleich über das Parkett, genauso wie ihre etwas ältere Jugendgruppe, die tänzerisch „Hello“ sagte.
Cheerleadern gleich begeisterte die Showgarde der „Högling Kids“, denen die Kindergarde des SV Ostermünchen einen clownigen, artistischen Auftritt mit perfekter Performance folgen ließ. Immer wieder gerne gesehen in der Mangfallstadt ist die Kindergarde der Chiemseenixen aus Bernau. Als letzte der Nachwuchsgruppen brachten sie den Karneval von Venedig auf die Bühne.
Nach einer kurzen Pause richtete als besonderer Gast der Vorsitzende des Bundes Deutscher Karneval Bayern, Peter Steinberger, kurze Worte an die Anwesenden. Begeistert von den bisherigen Darbietungen konnte er sich „das Festival der Garden gar nicht mehr aus dem Rosenheimer Landkreis wegdenken“.
Feldmarschall Stefan Schöffegger übernahm dann in gewohnt routinierter Manier das närrische Zepter und gab die Bühne frei für die Garde des Veranstalters, die vom Prinzenpaar Matthias I. und Simone I. mit Wiener-Walzer-Klängen abgelöst wurde.
Die Faschingsgilde der Nachbarstadt Bad Aibling war ein tänzerisches Highlight, genauso wie ihr Pendant von den Chiemseenixen aus Bernau.
Die Showtänze des Prinzenpaares und der Showtanzgruppe der Mangfalltaler entluden sich wie ein närrisches Gewitter in der Aula und nicht ruhiger wurde es, als die Stadtgarde Wasserburg tänzerisch ihre Burg verteidigte.
„Dia de los Muertos“ – mexikanische Nächte in Kolbermoor zeigte die Faschingsgilde Rosenheim, die damit wieder einen Volltreffer bei den Besuchern landete. Weiter ging es mit der Show der Prienarria-Garde, die mit Tanz, Akrobatik und Ausdruck eindrucksvoll ihr Können präsentierte.
Ruhiger wurde es beim Prinzenwalzer von Nikolaus I. und Ramona I., die mit den „Hurricans“ aus Bad Endorf angereist waren. Beim Showtanz der beiden und dem der Hurricans fegten sie dann aber atemlos durch den zwischenzeitlich schon späten närrischen Nachmittag und demonstrierten eindrucksvoll, wie schön doch der Fasching in Kolbermoor sein kann.
Mit ins Morgenland nahm die Faschingsgesellschaft Neubeuern die Zuschauer. Bauchtanz, orientalische Klänge und nicht zuletzt bezaubernde Kostüme vereinigten die Tänzerinnen und Tänzer sowie ihr Prinzenpaar Johannes I. und Franziska I. zu einer beeindruckenden Vorstellung. Aber die Karawane zog weiter und die Zuschauer hielten durch, auch beim sehenswerten Auftritt der Showgarde Högling.
Erst Wikinger, dann rosarote Panther
Zur Abendstunde folgte dann der Startschuss für den letzten Akt durch die düsteren Wikingergesellen der Faschingsgilde Prutting. Nach Prinzenwalzer und Prinzenshow ihrer Hoheiten Benedikt I. und Veronika II. verwandelte die Garde die Bühne in ein Schlachtfeld helmbewehrter Kämpfer, bei dem die Fetzen flogen und so manches Beil zu Bruche ging, die tänzerisch-artistischen Komponenten aber letztlich deutlich siegten.
Den rosaroten Panther im Faschingskoffer hatte die Showtanzgruppe Inntal, die ins „Gangster Paradise“ reiste und bei einem tänzerischen Fight zwischen Recht und Verbrechen aus sich herausging. Mit „Eins, zwei, drei, Polizei“ ging’s von der Bühne, die dann der Faschingsgilde Aschau mit Hofstaat und Prinzenpaar Martin III. und Monika IV. gehörte. Sie legten in ihrem Showtanz alles in Feuer und Asche, verbrannten sich dabei aber nicht die Finger, sondern ernteten den verdienten Applaus der Besucher.
Zu einer beeindruckenden Tanzshow machten dann die „Hot Socks“ aus Ramerberg das närrische Licht in der Aula aus, wo sich zuvor in einem gut neunstündigen Faschingsmarathon die wohl bedeutendsten Faschingsgilden und Showtruppen des Landkreises den vielen Zuschauern vorgestellt hatten.