Freiwillige Feuerwehr Kolbermoor

Kaum Brände und doch viele Einsätze

von Redaktion

Einige Brände und jede Menge an technischer Hilfeleistung – so stellt sich das vergangene Einsatzjahr für die Freiwillige Feuerwehr Kolbermoor dar. Insgesamt 191-mal wurden die Floriansjünger alarmiert. Bilanz wurde jetzt auf der Jahreshauptversammlung gezogen.

Kolbermoor – Kommandant Franz Wudy stellte in seinem Bericht wesentliche Neuerungen und Einsätze des vergangenen Jahres vor.

Organisatorisch bedeutsam war etwa die Neueinführung einer Abteilungsleiterebene in der Organisationsstruktur der aktiven Mannschaft (wir berichteten). Zukünftig werden sich sieben Abteilungsleiter um verschiedene Ressorts wie Ausbildung oder Nachwuchsförderung mit jeweils vier Unterabteilungen kümmern und so die Aufgabenverteilung optimieren. Auch die Einführung eines abgeänderten Ausbildungskonzepts und eines freiwilligen Dienstsportprogramms ist auf den Weg gebracht.

Mit Bedauern blickte Wudy auf die aktuelle Personalsituation bei den Aktiven. So hat sich die Mannschaft durch Zu- und Abgänge im vergangenen Jahr auf 77 Mitglieder verringert, davon sind 19 Personen jünger als 18 Jahre und damit Teil der Jugendfeuerwehr. Diese Entwicklung soll durch intensive Mitgliederwerbung auch im Hinblick auf mögliche Quereinsteiger gebremst werden.

Die Notwendigkeit dieser Maßnahmen begründete sich auch durch einen Blick auf die Statistik. So standen, obwohl 2017 ein eher ruhiges Jahr gewesen war, doch insgesamt 191 Einsätze für die Kolbermoorer Wehr an. Brände und Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen machten nur einen kleinen Teil aus, den mit Abstand größten Posten beanspruchten die technischen Hilfeleistungen, zu denen Wohnungsöffnungen und Einsätze bei Verkehrsunfällen gehören. Auf jeden Einzelnen entfielen dabei durchschnittlich 123 Dienststunden, also etwa dreieinhalb Wochen.

Mit Fotos verdeutlichte der Kommandant ausgewählte Einsätze, angefangen beim ersten Brand in der Neujahrsnacht über die Unterstützung der örtlichen Einsatzleitung im Landkreis bei verschiedenen Anlässen bis hin zu den kleinen und großen Alarmierungen. Wudy, der sein Amt als Kommandant seit September wahrnimmt, dankte am Ende seines Berichtes insbesondere seinem ebenfalls neuen Stellvertreter Armin Hörl und seinen Vorgängern Andreas Paukert und Jürgen Schlarb für die gute Zusammenarbeit.

Über die Jugendarbeit informierte dann Jugendwartin Nina Schmidt mit einem Film, in dem sie die vielfältigen Aktivitäten, darunter Übungen, Wettbewerbe und Ausflüge, vorstellte.

Im Anschluss erfolgte die Verpflichtung der neuen Mitglieder der aktiven Mannschaft per Handschlag durch den Kommandanten. Den größten Teil stellte hierbei abermals die Jugend, als neue Anwärter auf den aktiven Dienst wurden hier Aileen Böttjer, Angelina Fliehmann, Antonia Pedron, Jonas Reinhardt, Lukas Rieger und Maximilian Zink von Wudy und Bürgermeister Peter Kloo begrüßt. Auch drei Neuzugänge bei den Erwachsenen, Anton Eisenkolb, Marina Grießl und Martin Schinkinger, konnten verpflichtet und zu Feuerwehrmännern und -frauen ernannt werden.

Im Anschluss nahm der Kommandant noch Beförderungen von einzelnen Aktiven vor. Dabei wurde Christian Schmidt zum Hauptfeuerwehrmann ernannt; Markus Heimbuchner erhielt die Beförderungsurkunde zum Oberlöschmeister. Josef Schmid und Franz Wudy sind nun Brandmeister, den höchsten Rang eines Hauptbrandmeisters tragen nun Hubertus Schmid und Richard Schrank.

Neben den Beförderungen ist auch die Ehrung für langjährige aktive Dienstzeit Sache des Kommandanten. Für zehnjährigen Dienst wurde Matthias Klein ausgezeichnet, Christian Draxinger ist bereits 20 Jahre aktiv. Auf stolze 30 Jahre kann Andreas Paukert zurückblicken. Als besondere Ehrung verlieh Wudy im Namen des Innenministers das bayerische Feuerwehrehrenzeichen in Silber an Markus Heimbuchner in Anerkennung seiner 25-jährigen Dienstzeit. Günter Hochstetter erhielt für 40 Jahre aktiven Dienst das Ehrenzeichen in Gold.

Abschließend dankte der Kommandant allen Feuerwehrleuten für ihr unermüdliches Engagement.

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