Kolbermoor – Die Statistik des Einwohnermeldeamts der Stadt zum Jahreswechsel beweist wieder das stete Wachstum Kolbermoors. Einen „Verlust“ von 42 Personen verzeichnet man letztmals zum 1. Januar 2011. Seither kamen jährlich zwischen 144 und 171 Kolbermoorer neu dazu. Eine Ausnahme war die Fortschreibung der Einwohnerzahl zum 1. Januar 2016: Das Jahr zuvor waren die Nebenwohnsitze überprüft und aktualisiert worden, was das „Aus“ von 403 Personen bedeutete. 2017 brachte wieder ein Plus von 147 Neubürgern. Am 1. Januar 2003 waren erst 18540 Kolbermoorer gemeldet gewesen.
Kolbermoor, auch das sagt die Statistik, ist weiblich: 9850 Frauen stehen 9578 Männer entgegen (Haupt- und Nebenwohnsitze zusammen gerechnet). 8489 Frauen davon haben die deutsche Staatsangehörigkeit (8022 Männer). Bei den Ausländern überwiegen dagegen die Männer: 1556 verzeichnet hier das Amt (1361 Frauen).
Ledig sind genau 39,23 Prozent der Kolbermoorer (4094 Männer und 3527 Frauen). Die Verheirateten stellen mit 46,22 Prozent die größte Gruppe der Kolbermoorer (4536 Männer und 4443 Frauen). Geschieden sind 8,35 Prozent (693 Männer und 930 Frauen); verwitwet 6,06 Prozent (244 Männer und 934 Frauen). Eine Lebenspartnerschaft haben elf Männer und 16 Frauen eintragen lassen (0,14 Prozent der Einwohner).
Eine genaue Aufschlüsselung gibt es auch über das Alter der Kolbermoorer. 8,69 Prozent gehören der Altersgruppe null bis neun Jahre an. Hier überwiegen sogar die Buben: 853 (zu 835 Mädchen). Zehn bis 19 Jahre sind 9,78 Prozent (964 Knaben, 936 Mädchen). 20 bis 29 Jahre alt sind 12,10 Prozent der Kolbermoorer (1229 Männer, 1121 Frauen). 12,3 Prozent gehören der Altersgruppe 30 bis 39 Jahre an (1227 Männer, 1163 Frauen).
Ab der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen (14,3 Prozent) übernehmen dann die Frauen die Mehrheit: 1388 Männer sind gezählt – und 1390 Frauen. Die 50- bis 59-Jährigen stellen mit 16,61 Prozent die größte Altersgruppe der Stadt (1573 Männer, 1654 Frauen). 11,64 Prozent machen die 60- bis 69-Jährigen aus (1068 Männer, 1193 Frauen). Zwischen 70 und 79 Jahre sind noch 9,45 Prozent der Kolbermoorer (889 Männer, 947 Frauen). Der Anteil der 80- bis 89-Jährigen beträgt nur noch 4,27 Prozent (346 Männer und 483 Frauen); der der 90- bis 99-Jährigen nur mehr 0,85 Prozent (40 Männer, 126 Frauen). Und genau drei Kolbermoorer gibt es, die älter als 100 Jahre sind: ein Mann und zwei Frauen (was, statistisch gesehen, 0,02 Prozent der Einwohner ausmacht…)
Albert Paukert, der Leiter des Einwohnermeldeamts der Stadt, kann in seiner Statistik auch die Herkunftsländer der ausländischen Einwohner abrufen. 2917 gab es zum Jahreswechsel in Kolbermoor (1556 männlich, 1361 weiblich). Mit 20,6 Prozent (317 männlich, 284 weiblich) macht dabei die türkische Staatsangehörigkeit den Spitzenreiter. Auf Platz zwei liegt Rumänien mit 9,7 Prozent (161 männlich, 122 weiblich) vor Italien mit 7,54 Prozent (135 männlich, 85 weiblich). Auf Platz vier kommt Kroatien mit 6,92 Prozent (111 männlich, 91 weiblich); auf Platz fünf Österreich mit 6,48 Prozent (89 männlich, 100 weiblich).
132 Kosovaren (77 männlich, 55 weiblich) schaffen es mit 4,53 Prozent am Ausländeranteil auf Rang 6; gefolgt von 128 Polen (63/65) mit 4,39 Prozent auf Rang 7. 125 Bulgaren (67/58) kommen mit 4,29 Prozent auf Platz 8 vor Serbien mit 117 Personen (58/59/4,01 Prozent) und Bosnien-Herzegowina mit 90 Personen (46/44/3,09 Prozent).
51 Afghanen (28 männlich/23 weiblich) leben in Kolbermoor (1,75 Prozent); 23 Syrer (13/10; 0,79 Prozent) und zwölf Nigerianer (0,41 Prozent).
Eher zu den „Exoten“ zählen Amerikaner, die mit 28 Personen in Kolbermoor vertreten sind (16 männliche, 12 weibliche) – immerhin doppelt soviele wie die 14 Franzosen (7/7). Und genau neun britische Staatsangehörige leben in Kolbermoor, sechs männliche, drei weibliche.
Den dauerhaften Größenvergleich Kolbermoor/Bad Aibling kann diesmal, zum Stichtag 1. Januar 2018, die Nachbarstadt für sich entscheiden: 19766 Bad Aiblinger gab es, davon 19350 mit Hauptwohnsitz und 416 mit Nebenwohnsitz, wie Reiner Stigloher, Referatsleiter Bürgerbüro der Stadt Bad Aibling, festgestellt hat.