Elfer-Symposium des Faschingsvereins Mangfalltal im Mareissaal als viereinhalbstündiges Spektakel

Selbst Mangela Erkel war dabei

von Redaktion

Ein weiteres Highlight des Kolbermoorer Faschings war einmal mehr das Elfer-Symposium des Faschingsvereins Mangfalltal, das am Freitag im ausverkauften Mareissaal wiederum alle Zuschauer restlos begeisterte. Wegen des großen Besucherandrangs war sogar die Galerie geöffnet.

Kolbermoor – Präsident Manuel Eckert und sein Vize Thomas Kuhnt begrüßten die kleinen und großen, teils herrlich verkleideten Maschkera mit einer gelungenen Gesangseinlage, in der sie Aktion und Gaudi versprachen. Die beiden Hofmarschälle Maxi Müller (Kinder) und Stefan Schöffegger ließen ihren gesamten Hofstaat aufmarschieren, in deren Mitte die Prinzenpaare Kilian II. und Maria I. sowie ihre großen Pendants Matthias I. sowie Simone I.

Schon beim Marsch der Kinderprinzengarde wurde es laut im Mareissaal, und als dann die Kindergarde und die Jugendshowtanzgruppe ihre bestens einstudierten Tänze und akrobatischen Darbietungen zeigten, fegte ein Orkan durch den dicht gefüllten Saal. Im künstlichen Dunst, aber keinesfalls vernebelt, tanzte das Kinderprinzenpaar Kilian II. und Maria I. zu Walzerklängen, die sie dann beim Showtanz durch fetzige Beats und Drums austauschten.

Die Teenies des Faschingsvereins waren ein echter Hingucker: Temperamentvoll und engagiert wirbelten sie über die Bühne, um mit viel Applaus vom Publikum verabschiedet zu werden, denn das war schon von Beginn an auf Betriebstemperatur im „GroKo“ (im großartigen Kolbermoor).

Vizepräsident Thomas Kuhnt übernahm das närrische Zepter, schickte die „Babygirls“ auf die Bühne, die schon im letzten Jahr ihre Feuertaufe mit Böllerschüssen grandios bestanden hatten. Auch diesmal war ihre Performance wieder perfekt; sie zündeten mit ihrer gekonnten Tanzeinlage eine närrische Rakete.

Ein gern gesehener Gast war die Faschingsgesellschaft Waldburgia aus Waldkraiburg, die mit einer sehens- und hörenswerten Ton- und Lichtshow das Publikum von den Sitzen riss. Die lautstark geforderte Zugabe war dann schon ein Muss, sie zeigte die tänzerisch-artistische Bandbreite dieser Formation noch einmal eindrucksvoll auf.

Aus einer der letzten Bastionen der bayerischen Gemütlichkeit und Lebensart, dem bayerischen Biergarten, berichtete die „Bairische Komödie“ aus Wasserburg mit ihren Protagonisten Constanze Baruschke, Jörg Herwegh und Stepi Lossin. Über den Einkauf in der „Hölle des gestressten Ehemannes“, nämlich mit Gattin bei Ikea, oder über die Irrungen und Wirrungen der Bundestagswahl referierten sie in gekonnt witziger Weise, mit Tief- und Hintersinn. Als dann die Sprache auf den Traditionsverein TSV 1860 München kam, liefen die Mitleidstränen, „obwohl ja Papst Franziskus zu den Löwen kommt, weil er da hingeht, wo Not und Elend am größten sind“. Überraschend der Besuch der Bundestagsabgeordneten „Mangela Erkel“ in der Baierischen Komödie, die in Auftritt, Sprache und Gestik doch stark an eine bekannte CDU-Politikerin erinnerte… Nach einer dramatischen, sehr gut gelungenen Feuerwehrübung mit dem Publikum senkte sich der Vorhang über die drei Kabarettisten.

Aus der Landeshauptstadt München machte die Faschingsgesellschaft „Feringa“ mit ihrem Prinzenpaar Thomas IV. und Sylvia III. und dem gesamten Hofstaat der Mangfallstadt ihre närrische Aufwartung. Mit im Gepäck hatten sie neben Walzer und Show auch ihr Männerballett „Die Schneemänner“, das die Herzen vor allem der weiblichen Besucher im Sturm eroberte.

Mit Schwung ging`s weiter im Programm, denn die „Elfer“ waren los, saßen im Kino in der ersten Reihe und zeigten bei ihrer Pantomime-Show, dass so ein Kinobesuch nicht immer lustig und entspannend sein kann.

Die Showtanzgruppe „Inntal“ aus Raubling rockte anschließend den Mareissaal. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer erreichten höchstes Niveau mit ihren traumhaften tänzerisch-artistischen Einlagen und setzten mit einer donnernden Konfettikanone einen lautstarken närrischen Akzent an diesem Abend.

Mit Pauken und Trompeten kamen die „Elfer“ noch einmal zurück auf die Bühne, wollten dem Müll wohl eine Abfuhr erteilen. Denn, vor sich je eine Mülltonne herschiebend, begannen sie, auf diesen zu unterlegten Klängen zu trommeln. Doch statt des Mülls erschienen lustige Gesellen, die sich in Windeseile (und scheinbar im Dunkeln) entsprechend des gerade gesungenen Lieds verwandelten, wie beispielsweise in lustige und bunte Schlümpfe.

Zu einem grandiosen Finale trafen sich abschließend alle Beteiligten auf der Bühne. Zu den Klängen von „These boots are made for walking“ endete das Spektakel.

Der Faschingsverein Mangfalltal zeigt seine bunte Show nochmals am Faschingsdienstag beim närrischen „Kehraus“ in der Wiederkunft Christi.

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