Der italienische Universalgelehrte Leonardo da Vinci ist bis in die heutige Zeit für seine vielfältigen Forschungen bekannt. Für die gesamte Wissenschaft und Bildung ist die entdeckende Forschung, wie sie da Vinci vorlebte, ein wichtiges Element geworden, was sich auch in den Lehrplänen der bayerischen Grundschule niederschlägt. Eigenverantwortliches Entdecken und Schließen von Gesetzmäßigkeiten aus Natur und Technik stehen hier verstärkt im Fokus. Die Adolf-Rasp-Grundschule in Kolbermoor entschied sich ganz im Sinne dieser Entwicklung für einen eigenen Thementag, in dem den Schülern der zweiten bis vierten Jahrgangsstufe die Methodik des Erforschens und Entdeckens nähergebracht wurde. Als „Da-Vinci-Forschungstag“ ausgelegt bildete die Vita des berühmten Wissenschaftlers den geeigneten Rahmen für diese Veranstaltung, die aufgrund der hohen Schülerzahl in zwei Durchgängen stattfand. Nach einer kurzen Einführung in das Leben und die Entdeckungen da Vincis durch den Projektleiter Bernhard Siglreitmaier vom Merlin-Verlag durften die Kinder unter Anleitung ihrer Lehrkräfte und einiger Eltern sogleich selbst tätig werden. An insgesamt sechs Stationen waren sie den Vormittag lang damit beschäftigt, grundlegende Gesetzmäßigkeiten zu den Themen Magnetismus (links), Feuer (Mitte), Wasser, Strom, Konstruktion und Substanzanalyse selbst zu erarbeiten. Dabei hielten die Jungforscher auch die grundsätzliche Schrittfolge naturwissenschaftlicher Untersuchungen ein, indem sie zunächst Hypothesen bildeten, diese im zweiten Schritt experimentell überprüften und zuletzt die Beobachtungen in Schlussfolgerungen formulierten. Als Hilfestellung hierzu diente ein eigenes Beobachtungsheft, in das die jeweiligen Antworten eingetragen wurden. Bei der Abschlussbesprechung in der Aula der Schule erhielt jeder Schüler im Gegenzug ein Forscherdiplom, das ihm die erfolgreiche Mitarbeit bescheinigte.Fotos sedlbauer