Kolbermoor – Mit dem Rechenschaftsbericht der Vorstandschaft wurde die Jahreshauptversammlung im Trachtenheim eröffnet.
Kassenwart Reinhard Kleemann legte die solide Kassenlage des Vereins dar. Die Sammlung des VdK wurde im vergangenen Jahr unter dem Motto „Helft Wunden heilen“ durchgeführt. Die beiden Sammlerinnen Federmann und Konrad hätten bei der Sammlung ein sehr gutes Ergebnis erzielt.
Vorsitzender Michael Zeisler berichtete über die positive Mitgliederentwicklung im vergangenen ahr sowie über die vom Ortsverein durchgeführten Aktivitäten, darunter die Teilnahme am Neubürgerempfang der Stadt Kolbermoor, der Vereinsausflug nach Augsburg, der Winterausflug zum Weihnachtsmarkt im Schloss Hellbrunn bei Salzburg und der in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Rosenheim organisierte Informationsstammtisch über Betrugsmaschen und wie Bürger diese erkennen können, um sich vor solchen kriminellen Machenschaften schützen zu können. In diesem Jahr ist für den 21. Juli ein Vereinsausflug zum Kloster St. Ottilien in der Nähe von Landsberg am Lech und zum Starnberger See mit Schifffahrt von Starnberg nach Seeshaupt geplant.
Nach dem Rechenschaftsbericht wurde aufgrund des Rücktritts von Christoph Wagner als Zweiter Vorsitzender des OV zum Jahresende 2017 – aus persönlichen Gründen – Dagmar Levin-Feltz zur Nachfolgerin in dem Amt gewählt. Levin-Feltz bekleidet weiterhin das Amt der Schriftführerin in Personalunion. Als weitere Beisitzerin wurde Rowena Konrad gewählt. Zum Dank für seine langjährige, engagierte Arbeit in der Vorstandschaft wurde Wagner eine Aufmerksamkeit überreicht.
Für 40-jährige Zugehörigkeit zum VdK wurde Helmut Schweitzer geehrt. Für 25-jährige Mitgliedschaft: Johann Eirainer, Margot Hagg und Edith Mühlbauer.
VdK-Kreisvorsitzende Marianne Keuschnig berichtete über die Arbeit und Ziele des VdK als mitgliederstärkster Sozialverband in Deutschland. Dazu zählen, die soziale Spaltung zu stoppen, die Forderung an die Politik, die Kürzung der Renten abzuwenden und damit die Altersarmut zu verhindern und die Forderung, die derzeit bestehenden Ungerechtigkeiten bei der Mütterrente zu beheben.
Kreisgeschäftsführer Dieter Störmann informierte über die Arbeit des VdK, die Mitglieder in Rechtsangelegenheiten, die das Sozialgesetzbuch betreffen, zu beraten und im Bedarfsfall in einem Widerspruchsverfahren bzw. in einem weiteren Schritt bei einer Klage vor dem Sozialgericht zu Vertreten.
Bürgermeister Peter Kloo ging auf die Notwendigkeit ein, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Weiter informierte er über den Umbau des Kolbermoorer Bahnhofs, auch im Hinblick auf die Barrierefreiheit. Schließlich lobte Kloo noch die langjährige und gute Zusammenarbeit mit dem VdK-Ortsverband Kolbermoor.
Rechtsanwalt
gab Tipps
Rechtsanwalt Jakob Gerstmeier klärte im Anschluss über das Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung auf. In seinem Vortrag betonte er die Notwendigkeit, einer vertrauenswürdigen Person aus dem familiären Bereich eine Vorsorgevollmacht zu verfassen, damit diese bei Eintritt des Falles im Sinne des Betroffenen handeln kann, wie Heimverträge abschließen zu können. Bei Immobilienbesitz sei es notwendig, diese Vollmacht notariell erstellen zu lassen, damit der Vollmachtinhaber im Bedarfsfall die Immobilie belasten darf, um damit Krankheits-, Heimkosten etc. für den Vollmachtgeber abdecken zu können.
Zur Erstellung einer Patientenverfügung empfahl Gerstmeier, mit einem Arzt darüber zu sprechen. Es wurde auch darüber informiert, wo ein entsprechender Vordruck zu erhalten ist. Blanko-Patientenverfügungen können auch über die Internetseite des VdK Bayern und über das Bayerische Justizministerium heruntergeladen werden. Gerstmeier referierte des Weiteren über die Möglichkeiten, ein Testament zu verfassen.
Im Rahmen der im Anschluss durchgeführten Sitzung des Vorstandes des Ortsvereins wurde auf Ansage der anwesenden Mitglieder beschlossen, dass die Fahrtausschreibung zum jeweiligen Vereinsausflug den Mitgliedern auch weiterhin per Brief zugesandt wird.