Kolbermoor – Die Geschäftsideen der Schüler erstreckten sich unter anderem von afghanischen (kulinarischen) Spezialitäten über Schuh-Design und Hundekeksen bis zur Produktion von Rasenstücken und Vogelhäuschen.
15 Jugendliche aus den 9. und 10. Klassen stellten zudem ihre Projektarbeiten in den Fächern Technik, Soziales und Wirtschaft zu den Themen „Erste Hilfe bei der Berufswahl“ und „Selbstpräsentation – Bewerbung mit Vorstellungsgespräch“ vor.
Rektor Markus Rinner hieß die zahlreichen Gäste, darunter Vertreter von Stadt, Landratsamt, Schulamt und mehreren Schulen, willkommen. Er lobte die von den Schülerinnen und Schülern „ausgebrüteten Ideen“ und dankte den Jury-Mitgliedern für ihr Engagement.
„Wir lernen nicht für die Schule, sondern für das Leben“ – dieses antike Seneca-Zitat setzte der Landtagsabgeordnete Otto Lederer an den Anfang seines Grußwortes. „An der Pauline-Thoma-Mittelschule kann man die Berufsorientierung hautnah miterleben und das Unternehmertum kennenlernen“, stellte er fest. Er honorierte die Unterstützung durch die Wirtschaft und die Gesellschaft und hob hervor, dass die Schule 2016 als einzige in Deutschland einen Preis von „JATES – The Entrepreneurial School Award“ erhalten hat.
Guido Neumann, Geschäftsführer des „Network for Teaching Entrepreneurship“ (NFTE) Deutschland, wies auf die seit 2004 durchgeführten Lehrkräfteschulungen durch den Verein hin. Auch die Pauline-Thoma-Mittelschule unterrichtet in den Jahrgangsstufen 7 und 8 nach dem Curriculum von NFTE (Schulung der Unternehmungslust und des Unternehmergeistes). „Bei diesem Unterricht geht es nicht darum, Unternehmer auszubilden, sondern an die eigenen Fähigkeiten zu glauben“, unterstrich er. Abschließend stellte er das neue Schülerbuch „Von der Idee zum Ziel vor“.
Danach begann die unter anderem aus Repräsentanten aus Wirtschaft, Behörden und Verbänden bestehende Jury (darunter IHK-Geschäftsstellenleiter Wolfgang Janhsen, Herto-Gruppe-Geschäftsführer Tobias Tomczyk und Ex-MdL Annemarie Biechl) ihre Tätigkeit. Zu den Bewertungskriterien der Geschäftsideen zählten unter anderem professionelles Auftreten, fachliche Kompetenz, Originalität und Realitätsnähe.
Für die Bewertung der Projektergebnisse waren mitunter die Vorstellung einschließlich der Dokumentation, die Gestaltung von Flyern und Plakaten, professionelles Auftreten, fachliche Kompetenz, Kreativität und Modellgestaltung maßgeblich.
Als beste Geschäftsidee wurde das von Ali Seena Noori erarbeitete Konzept „Afghanische Spezialitäten“ gekürt. Der erste Platz berechtigt gleichzeitig zur Teilnahme am Landeswettbewerb in München.
Den zweiten Platz belegte Marinus Heindl mit seiner „Rasenproduktion“, gefolgt von Florian Latin mit „NRG Recordings“.
Bei den Projektarbeiten siegte Lusi Yazeryan (Fach Wirtschaft) vor Acely Özeren und Justine Bieberstein (beide Fach Soziales).
„Gewinner sind aber alle, die mitgemacht haben“, erklärte am Ende die Organisatorin und NFTE-Regionalmanagerin Bayern, Susanna Klein. Den viel beklatschten musikalischen Teil des gelungenen Businesstages gestaltete die Schulband (Leitung Walter Diebel) mit Pudveea Vartolomei und Florian Latin (Sologesang). Für die Verpflegung zeichnete die Schülerfirma „Geschmacksengel“ mit vielen Köstlichkeiten verantwortlich.