Bahnhof und Umgebung

Ideen der Stadtplaner gefragt

von Redaktion

Wie soll das Umfeld rund um den Bahnhof in Zukunft gestaltet werden? Konzepte und Ideen erhofft sich die Stadt Kolbermoor aus einem städtebaulichen Wettbewerb, der bis zum Sommer durchgeführt werden soll. Die ersten Grundlagen für den Wettbewerb waren zuletzt Thema im Bauausschuss.

Kolbermoor – Das Bahnhofsgebäude wird derzeit saniert und soll bis Jahresanfang 2019 fertiggestellt sein. Dann sind der Ausbau der Tonwerksunterführung (2019) und der Neubau des Bahnsteigs durch die Deutsche Bahn vorgesehen (wir berichteten).

Die Stadt ist wiederum mit der Gestaltung des Bahnhofsumfeldes am Zuge: Wie soll in Zukunft der Bahnhofsvorplatz aussehen? Wie könnte man sich eine Anbindung des Bahnhofs an die Innenstadt vorstellen? Wie könnte ein Parkdeck für die Bahnpendler integriert werden an Stelle des bereits heute überfüllten Park&Ride-Parkplatzes? Auf diese und weitere Fragen erhofft sich die Stadt Antworten aus einem städtebaulichen Wettbewerb. Renommierte Architekturbüros sollen Ideen und Konzepte für die Gestaltung des gut drei Hektar großen Quartiers zwischen dem Bahnhof und dem Areal westlich des Hassler-Kreisels liefern. „Die städtebaulichen Potenziale dieses Gebiets sind immens“, ist Bürgermeister Pete Kloo überzeugt. Sie gelte es zu nutzen.

In jüngster Sitzung des Bauausschusses galt es nun, erste Rahmenbedingungen für den Wettbewerb festzusetzen. Den endgültigen Beschluss über den Kriterienkatalog und den gesamten Auslobungstext soll dann der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch, 28. März, 18 Uhr, Rathaus, fassen.

Die Laufzeit des Wettbewerbs (Realisierungs- und Einladungswettbewerb) ist dann von Ende März bis Ende Juni vorgesehen (Modellabgabe eine Woche später). Die Sitzung des Preisgerichts ist für Ende Juli anvisiert.

Ausgelobt wird eine Preisgeldsumme von insgesamt 26000 Euro, wie in der Sitzung ausgeführt wurde. Dabei entfallen 11700 Euro auf den ersten Preis, 9100 Euro auf den zweiten und 5200 Euro auf den dritten Preis. Zudem soll jedes teilnehmende Architekturbüro eine Aufwandsentschädigung über 2000 Euro erhalten, was das Gremium einstimmig bewilligte.

Teilnehmen sollen an dem Wettbewerb insgesamt 15 renommierte Architekturbüros, allesamt mit Schwerpunkt Städtebau, darunter als einzig regionales Büro Krug-Grossmann-Architekten, zudem eine ganze Reihe Planungsbüros aus München sowie aus Würzburg und Stuttgart. „Eine gute Anzahl, um eine Vielfalt an Vorschlägen zu erhalten“, zeigten sich die beiden Vertreterinnen des betreuenden Büros Schober-Architekten aus München, Constanze Arenz-Kulkarni und Karola Rubow, in der Sitzung überzeugt.

Für das Preisgericht, das die Entscheidung über die anonymisierten Entwürfe zu treffen hat, schlugen die beiden Stadtplanerinnen neben namhaften Fachpreisrichtern als Sachpreisrichter und damit Vertreter der Stadt Bürgermeister Kloo und die Stadträte Sebastian Daxeder (CSU) und Dagmar Levin (SPD) vor. Aus den siegreichen Konzepten soll dann ein Bebauungsplan entwickelt werden.

Zu den Grundvorgaben, die vom Stadtrat noch im Detail manifestiert werden, zählen ein Kreisel an der Hasslerstraße auf Höhe Tonwerksunterführung, ein Bahnhofsvorplatz, die Anbindung der Innenstadt und ein Parkdeck für Pendler. Möglichst zu erhalten ist zudem das Gebäude der ehemaligen St.-Anna-Apotheke – „allerdings auch nicht dogmatisch“, erklärte Bürgermeister Kloo. „Aber die Hürde ist hoch, es muss dann schon ein ganz besonderer und außergewöhnlicher Vorschlag sein, weil viele Emotionen hinter dem Gebäude stecken“, weiß er.

Der Bauausschuss schloss sich den vorgestellten Grundlagen für den Wettbewerb an.

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