Freude an der Musik – und harte Arbeit

von Redaktion

Preisträgerkonzert „Jugend musiziert“ bei der Musikschule Kolbermoor

Kolbermoor – Mit einem anspruchsvollen Konzert stellten sich die diesjährigen Teilnehmer des Musikwettbewerbs „Jugend musiziert“ im Saal der Musikschule Kolbermoor einem breiteren Publikum vor. Denn auch dieses Schuljahr hatten wieder Schüler der Musikschule Kolbermoor in den Kategorien Querflöte, Zither, Gitarre, Klavier vierhändig und Tuba am Regionalwettbewerb teilgenommen, der Ende Januar stattfand. Johanna Posch (16 Jahre) aus Kolbermoor, welche von Eva Lammich vorbereitet und von Annette Steinbauer am Klavier begleitet wurde, erspielte einen ersten Preis im Fach Querflöte mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb, der am 25. März in Regensburg stattfinden wird. Franziska Kirmaier (zwölf Jahre), Schülerin von Sabine Huber, ging mit Zither, und als zweitem Instrument mit Gitarre, welche von Christian Matz unterrichtet wird, an den Start. Auch sie erspielte mit ihrer Zither einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb. Leonhard Kühne (zehn Jahre) und Louise Bouguerra (zwölf Jahre), unterrichtet von Gunter Sotier, nahmen in der Wertung Klavier vierhändig teil und errangen ebenfalls einen ersten Preis. Als Gast musizierte Henry Prechtel (neun Jahre) aus Ostermünchen, Schüler von Barbara Winhart, mit seiner Tuba, dem ebenfalls ein erster Preis zugesprochen wurde.

Neben der dreiköpfigen Jury können Zuhörer den öffentlichen Wertungen beiwohnen. Deshalb braucht es viel Nervenstärke, das zuvor Eingeübte in solch einer Konzertsituation überzeugend zu präsentieren, was alle Teilnehmenden durch die intensive Vorbereitung hervorragend gemeistert haben. Jetzt gab es auch bei ihrem Konzert in Kolbermoor viel Beifall für sie.

„Jugend musiziert“: Dieser Begriff steht für einen Musikwettbewerb für Kinder und Jugendliche bis zum 21. Lebensjahr. Dahinter verbirgt sich in erster Linie Freude an der Musik und in zweiter Linie viel harte Arbeit und konsequente Vorbereitung, wie sich die Lehrer der Musikschule einig sind. Die Anfänge von „Jugend musiziert“ gehen bis in das Jahr 1963 zurück. Damals startete man mit den Wertungskategorien Streich- und Blasinstrumente in Einzel- und Gruppenwertung. Im Laufe der Zeit kamen viele weitere Instrumente hinzu.

2013 feierte „Jugend musiziert“ seinen 50. Geburtstag. Inzwischen ist man im 54. Jahr dieses Wettbewerbs, welcher auf Regional-, Landes- und Bundesebene ausgetragen wird. Der Regionalwettbewerb für Südostbayern wird seit 2017 in Traunstein ausgetragen (vorher Waldkraiburg).

Die Entscheidung zur Teilnahme an diesem Wettbewerb fällt spätestens nach den Sommerferien. Da beginnt die herausfordernde Vorbereitungszeit. Diese benötigt auf alle Fälle drei bis vier Monate, in denen die Schüler mit ihrem Instrumentallehrer intensiv arbeiten, wobei die normalen Unterrichtsstunden bei weitem nicht ausreichen, sondern viele Zusatzstunden auch in den Ferien und am Wochenende erforderlich sind, bis die Schüler ihre Vortragsstücke mit schlafwandlerischer Sicherheit beherrschen.

So galt der Dank der Musikschule nicht nur den jungen Instrumentalisten, auf deren weitere Entwicklung man gespannt ist, sondern auch den Lehrern und vor allem den Eltern, welche die jungen Künstler durch viele Fahrten zum Unterricht unterstützen und die ihnen, trotz aller schulischen Anforderungen, den Rücken zum Üben freihalten.

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