Ausbildungsmesse in der Pauline-Thoma-Schule mit vielen Angeboten

Handel, Handwerk oder Verwaltung?

von Redaktion

Fast schon ein geschäftliches Treiben herrschte in der und um die Pauline-Thoma-Schule,wo jetzt zum bereits zwölften Male die Ausbildungsmesse stattfand. Wiederum bestens von Schule, Wirtschaftsexperten Rainer Munzert und seinem fleißigen Team organisiert, stellten sich heuer25 Ausbildungsbetriebe der Region und auch darüber hinaus den Schülern vor.

Kolbermoor – „Wir sind kontinuierlich gewachsen“, erinnert sich Rainer Munzert. „Von anfangs mal gerade acht Betrieben haben wir uns stetig erweitert und jetzt ein sehr gutes Niveau erreicht“. Das sah auch Rektor Markus Rinner so, der in seiner Begrüßung vor allem den vielen fleißigen Händen dankte, die diese Ausbildungsmesse erst ermöglicht hatten. Die Schirmherrin, CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig als Frau der ersten Stunde, hatte bereits zusammen mit dem damaligen Rektor Friedrich Sparrer im Jahre 2005 den Grundstein für die erfolgreiche Messe gelegt und blickte kurz zurück auf den Anfang. „Da waren nur Kolbermoorer Betriebe hier vor Ort“, was sich zwischenzeitlich deutlich ausgeweitet habe. Sie sei stolz, Schirmherrin der Veranstaltung sein zu dürfen. Die Messe sehe sie als das ideale Beispiel einer erfolgversprechenden Schnittstelle zwischen Schule und Beruf.

Auch Schulamtsdirektorin Veronika Käferle fand das „überaus vielfältige Angebot für die Schüler großartig und enorm wichtig“, wobei sie sehr von der gelösten Stimmung angetan war.

Ab 10 Uhr spielten dann die Schüler die Hauptrolle, angefangen bei den Siebtklässlern, die sich einen Überblick über das breite Angebot verschaffen durften und die, bewaffnet mit Stift und Block, die Stände interessiert und wissbegierig umlagerten. Eine Stunde später folgten dann die achten Klassen, die sich hier schon ihre Praktikumsplätze für das nächste Schuljahr suchen konnten. Und ab Mittag waren dann die Entlassungsklassen „mittlere Reife“ und „qualifizierender Abschluss“ an der Reihe, bei denen es schon um die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz oder zumindest um engere Informationen zu den jeweiligen Berufsbildern ging. Oftmals waren die Schüler auch begleitet von Eltern und Bekannten.

Die ausstellenden Betriebe, Behörden oder Dienststellen waren mit vielen Mitarbeitern gekommen. Neben Handwerksmeistern, Gesellen und weiteren Fachleuten standen auch Mitarbeiter aus den jeweiligen Personalabteilungen den wissbegierigen Schülern nicht nur Rede und Antwort, sondern es wurden teils bereits gezielte Bewerbungsgespräche geführt. Die Schüler hatten sich zuvor durch gezielte Projektarbeit im Rahmen der Berufsorientierung auf diesen Tag bestens vorbereitet. Wie auch die Aussteller, die schnell in Kontakt mit den Schülern kamen.

Das Angebot war groß: Polizei, Bundeswehr und das Rote Kreuz warben um geeignete Abgangsschüler, die Stadt Kolbermoor bot Ausbildungsplätze in ihrer Verwaltung an, Handel und Handwerk ergänzten die Angebotspalette der Ausbildungsberufe. „Wir hoffen auf Bewerber“, so etwa Christine Stürzer von einem Autohaus, das seit einigen Jahren auf der Messe präsent ist und „bereits gute Erfahrungen mit Bewerbern von der Pauline-Thoma-Schule gemacht“ hat.

Anna (siebte Klasse) aus Kolbermoor interessierte sich aber nicht so sehr für die motorisierten Gefährte, sondern mehr für das Maurerhandwerk und suchte daher den Stand einer Firma auf, wo sie neben theoretischer Unterweisung gleich mit Hand anlegen durfte. „Ich bin an technischen Berufen sehr interessiert, und in meiner Familie sind viele Handwerker“, so die junge Schülerin, die später einmal „selbst Häuser bauen und Wände hochziehen“ möchte. Über diese Aussage freute sich der Firmenchef, der zusammen mit seinen Mitarbeitern mit kleinen praktischen und interessanten Demonstrationen bei den jungen Leuten die vielfältigen Möglichkeiten der Berufe rund um den Bau aufzeigen konnte. „Bei uns auf dem Bau ist alles möglich, vom eigentlichen Bauhandwerk des Maurers bis hin zu hochqualifizierten Berufen wie Bauingenieur oder Architekt“, meinte er.

Von der Autobahnmeisterei Rosenheim war Straßenmeister Tobias Fürtsch zur Stelle, um den Beruf des Straßenwärters anzupreisen. Drei Jahre dauert die vielseitige Ausbildung in Theorie und Praxis, und als besonderes Zuckerl können die Auszubildenden in dieser Zeit auch kostenfrei den Führerschein in nahezu allen Klassen erwerben.

„Wir wollen später zur Bundeswehr“, äußerten unisono Wolfgang und Lukas aus Kolbermoor, die beide die siebte Klasse besuchen. „Unsere Väter sind auch bei der Bundeswehr und haben uns viele tolle Dinge erzählt und damit unser Interesse geweckt“. Das war natürlich Wasser auf die Mühlen von Karriereberatungsoffizier Maximilian Hanisch (Bad Reichenhall), der mit seinem Team zum wiederholten Male an der Pauline-Thoma-Schule vertreten war.

Organisator Rainer Munzert war letztlich auch überaus zufrieden mit dem Verlauf der Messe, die er schon eher als Bewerbung der Betriebe bei den Schülern wertete, für seine Schüler aber eine „Pflichtveranstaltung“ war.

Doch nicht nur interessierte Schüler der Pauline-Thoma-Schule waren gekommen, sondern auch weitere wissbegierige junge Leute aus der Region waren auf dem Gelände unterwegs, um sich hier ein detailliertes Bild über Ausbildung und entsprechendes Angebot zu machen.

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