Planungsziele Realisierungswettbewerb Verkehr I

Ein Kreisel als Beschleuniger

von Redaktion

Als „alternativlos“ wird der geplante Kreisverkehr im Bereich Einmündung im Auslobungstext zum städtebaulichen Realisierungswettbewerb „Am Bahnhof“ bewertet (wir berichteten). In loser Folge werden im Mangfall-Boten in den nächsten Wochen vor allem die darin enthaltenen verkehrsplanerischen Ziele der Stadt Kolbermoor vorgestellt.

Kolbermoor – Wie berichtet, will die Stadt Kolbermoor mit dem städtebaulichen Realisierungswettbewerb vor allem die Straßen- und Platzräume neu gestalten. Eine sinnvolle Neuordnung im Bereich „Am Bahnhof“, hauptsächlich der Verkehrsströme, wird vom Stadtrat gefordert.

Bisher ist der Kreuzungsbereich südlich der Tonwerksunterführung mit einer Ampelanlage geregelt, was bei Stoßzeiten zu langen Rückstaus führt. Mithilfe eines Kreisverkehrs soll der Verkehr „zähflüssig“ werden – so wünscht es sich der Stadtrat. Der Kreisverkehr wurde vom Verkehrsausschuss in dieser Form beschlossen. Er sei in Lage und Form „nicht mehr veränderbar und aus dem Konzept zu übernehmen“, heißt es im Wettbewerbstext, der den Planern als Vorlage dient. Ein gewisse Flexibilität bestehe in der Anzahl der Arme des Kreisverkehrs: Ein fünfter Arm im Nordosten könne optional als Ausfahrt vom Bahnhofsvorplatz für den Busverkehr hinzugefügt werden.

Der südliche Arm Richtung Albert-Loher-Straße könne entweder wie vorgesehen als Einbahnstraße oder aber mit beidseitigem Verkehr geplant werden. „Ebenso flexibel ist die Wahl der Materialität, die Gestaltung sowie die Anzahl und Anordnung von Inseln/Querungen für Fußgänger und Radfahrer“, so der Stadtrat weiter. Neben der Einmündung der Tonwerkunterführung stellt die Ausfahrt von der Försterstraße in die Bahnhofstraße einen weiteren Konfliktpunkt dar, da es in diesem Bereich ebenfalls schon jetzt bei Stoßzeiten zu Rückstaus kommt.

Weitere

Konfliktpunkte

Im Zuge des neuen Kreisverkehrs soll nach Vorgabe des Wettbewerbs die Verkehrsführung in diesem Bereich daher so geändert werden, dass eine Ausfahrt von der Försterstraße in die Bahnhofstraße künftig nicht mehr möglich ist. Die Einfahrt soll weiterhin möglich sein. Der Verkehr aus der Försterstraße soll künftig über die Maxstraße (Einbahnstraße in Ost-West-Richtung) in den Kreisverkehr an der Tonwerksunterführung geführt werden.

Die Einbahnstraßenlösung in der Maxstraße resultiere aus den Eigentumsverhältnissen, die nur eine geringe Fahrbahnbreite ermöglichten, so die Formulierung in der Auslobung.

Die Rainerstraße zwischen Haßlerstraße und Rosenheimer Straße sowie die Maxstraße zwischen Albert-Loher-Straße und Rainerstraße sind derzeit als Fußgängerzonen gestaltet. Alternative Verkehrsführungen südlich des Kreisverkehrs seien nach Vorstellungen des Stadtrats denkbar, „sofern sie funktional realisierbar sind“.

Weiteres Ziel: Der Verkehr soll langsamer werden. Derzeit besteht in der Bahnhofsstraße und Haßlerstraße Tempo 50, eine Reduzierung des Tempos auf Tempo 30 ist im Zuge der Neugestaltung vorgesehen. Die Försterstraße, Albert-Oher-Straße und Maxstraße sind derzeit Tempo-20-Zonen. In den bisher den Fußgängern vorbehaltenen Bereichen der Rainerstraße und Maxstraße soll zukünftig Tempo 20 gelten. Bei der Vorstellung des Auslobungstextes bestimmte – wie berichtet – die Freude über die Ergebnisse des Wettbewerbes die Diskussion. Die CSU-Fraktion warf jedoch ein, sie sehe weder bei den getroffenen Planungsvorgaben, noch bei der Planung Rosenheimer Straße im Bereich Rathaus einen Ansatz, den Verkehr auf der Rosenheimer Straße grundsätzlich zu reduzieren.

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