Kolbermoor – Mehrheitlich wurde dem Antrag der CSU-Fraktion zum Thema „Heimisches Obst für Kolbermoorer Bürger“ in der jüngsten Sitzung des Kolbermoorer Stadtrats zugestimmt. Geschlossen stimmte jedoch die SPD-Fraktion dagegen: Sie appellierte an die Besitzer privater Gärten, heimische Obstbäume zu pflanzen. Für öffentliche Flächen seien „nachhaltige Bäume“ vorzusehen, die weit weniger pflegeintensiv als Obstbäume seien.
Zudem gab die Fraktionsvorsitzende, Dritte Bürgermeisterin Dagmar Levin-Feltz zu bedenken, dass auf öffentlichen Plätzen auch Hunde ihre Notdurft verrichteten und dann Kinder von diesen Flächen möglicherweise Fallobst essen. Die Stadtverwaltung steht der Pflanzung von alten beziehungsweise gefährdeten Obstsorten auf öffentlichen Grünflächen positiv gegenüber. Gerade in dicht besiedelten Regionen sei es wichtig, einen Beitrag in Sachen Natur- und Insektenschutz zu betreiben, so die Argumentation. Leider sei aber festzustellen, wie Bürgermeister Peter Kloo ausführte, dass speziell Obstbäume sehr stark durch Vandalismus in Mitleidenschaft gezogen würden.
Die Verwaltung wurde beauftragt, sich nach geeigneten Flächen umzusehen und gegebenenfalls eine Streuobstwiese anzulegen beziehungsweise heimische Obstbäume zu pflanzen.ge