Kolbermoor – Eine Lesung mit Ralf Höller („Der Anfang, der ein Ende war: Die Revolution in Bayern 1918/19“ und „Ein Wintermärchen – Schriftsteller erzählen die Bayerische Revolution und die Münchner Räterepublik 1918/19“) findet am Donnerstag, 3. Mai, 19.30 Uhr, im Mareissaal statt. Der SPD-Kreisverband Rosenheim Land, der SPD-Unterbezirk Rosenheim Stadt sowie der SPD-Ortsverein Kolbermoor freuen sich, den Historiker und Schriftsteller für diese Lesung gewonnen zu haben.
Am 7. November 1918 wurde in München ein Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrat unter der Führung des SPD-lers Kurt Eisner gebildet, die Monarchie wurde gestürzt und die „demokratische bayerische Republik“ proklamiert – dieses Ereignis jährt sich in diesem Jahr zum 100. Mal und wird durch eine Reihe von Veranstaltungen in Erinnerung gerufen. Bei der Revolution von 1918/19 spielte München neben Berlin die wichtigste Rolle. Die Monarchie wurde in Bayern als erstes abgesetzt – dieser turbulenten Zeit widmet sich Ralf Höller in den beiden Büchern. In „Ein Wintermärchen“ lässt der Historiker zahlreiche bekannte Schriftsteller, die damals in München lebten, zu Wort kommen – Ernst Toller, Gustav Landauer und Erich Mühsam, die sogar an der Regierung beteiligt waren; Rainer Maria Rilke, Thomas und Heinrich Mann, Oskar Maria Graf, Viktor Klemperer und als „Chronisten der Revolution“ Lion Feuchtwanger mit seinem Roman „Thomas Wendt“.
Die Veranstalter freuen sich auf einen interessanten Abend: Die Räterepublik spielte auch hier in der Region, insbesondere in Kolbermoor, eine nicht unbedeutende Rolle. Eintritt ist frei.