Kolbermoor – So wird die Firma Albrecht GmbH aus Rosenheim die Straßen- und Landschaftsarbeiten bei der Umgestaltung des Vorplatzes des Alten Friedhofs für rund 298000 Euro übernehmen. Sie liegt damit rund 25000 Euro über dem Kostenvorschlag, von dem die Bauverwaltung ausgegangen war.
Allerdings werde hier auch ein stärkeres Pflaster verwendet, wie Stadtbaumeister Andreas Meixner erläuterte. Er hatte sich auch über diese Firma, die eigentlich aus dem Hochbau kommt, informiert und geht demnach von einer termingerechten und einwandfreien Bauausführung aus. Die Stadt hatte im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung zwölf Firmen angeschrieben; sieben Angebote wurden fristgerecht eingereicht. Die Firma Albrecht war Mindestbieter.
„Zu schnell“ war die Sache den Stadträten Daxeder und Schiffmann gegangen. „Wir wollten doch noch Radlstellplätze einplanen; da fehlen doch noch Details,“ meinte Sebastian Daxeder.
Auch Sabine Balletshofer war sich nicht sicher, ob auch wirklich Radlständer im Bereich zum Abgang zur Mangfall eingeplant seien. „Wir haben den abschließenden Baubeschluss,“ entgegnete Bürgermeister Kloo, eine Einschätzung, die auch Dagmar Levin teilte. Gegen die Stimme von Markus Schiffmann („wir sind schon ein bissl überrollt worden“) wurde die Vergabe gebilligt.
Einstimmigkeit gab es dagegen bei den Vergaben für die Umlegung von Kanal und Wasserleitung im Bereich der Tonwerksunterführung und der Lieferung von 15 Fertiggaragen für das städtische Wohnhaus Glasberg 15. Hier kommt die Firma Bernrieder aus Rosenheim zum Zug, die für Lieferung und Montage rund 66500 Euro veranschlagt. Drei Firmen hatte die Bauverwaltung angeschrieben und auch drei Angebote erhalten; das der Firma Bernrieder, eines anerkannten Herstellers von Fertiggaragen, war das günstigste. Wenn man im Zuge des Neubaus der Tonwerkunterführung ein neues „Bohrloch“ braucht, das Kanal- und Wasserleitungen aufnimmt, ist auch die Telekom mit von der Partie: An sechs Firmen hatte die Stadt das entsprechende Leistungsverzeichnis versandt, drei Angebote kamen zurück.
Mindestbieter war die Firma Gebrüder Schmölzl aus Bayerisch Gmain mit einer Bruttoangebotssumme von genau 973172,41 Euro. Davon wird die Telekom 110605,69 Euro übernehmen, sodass für die Stadt Kolbermoor noch eine Summe von 862566,72 Euro bleibt. Da man, so Meixner, eigentlich rund 883000 Euro veranschlagt hatte und die Firma als zuverlässig und leistungsfähig kennt, sei man „sehr erfreut“ über dieses Angebot gewesen, umso mehr, als die Baufirmen momentan alle sehr gut ausgelastet seien. Da zeigten sich auch die Stadträte erfreut und billigten die Vergabe. fl