Naherholungsgebiet verdreckt mehr und mehr

Müllalarm entlang der Mangfall

von Redaktion

Es ist Naturidyll, das im Rahmen der Hochwasserschutzbauten entlang der Mangfall entstanden ist. Doch das beliebte Naherholungsgebiet ist in Gefahr: Müllalarm entlang der Mangfall.

Kolbermoor – Vor allem die kommenden Tage mit angekündigten hochsommerlichen Temperaturen werden wieder viele Erholungssuchende zum Grillspaß an die Mangfall locken. Doch der Spaß hat ein Ende, sieht man auf die Hinterlassenschaften: Leere Bierflaschen, unzählige Alu-Grillschalen, Plastiktüten voller Müll.

„Möglicherweise ist die Situation auch als Fingerzeig zu verstehen, größere Abfallkörbe – nicht schreibtischgeplant, sondern bedarfsorientiert – aufzustellen und auch zu leeren“, so ein Leser, der aus Furcht vor „Müllsündern, die dann vor seiner Haustür ihren Dreck abladen“ lieber ungenannt bleiben will. Man könne nicht schöne Freizeitflächen schaffen und das war’s dann, gibt er zu bedenken.

Der Bauhof Kolbermoor, der unterstützend für das eigentlich dafür zuständige Wasserwirtschaftsamt die Reinigungsarbeiten durchführt, hat eigens einen Mitarbeiter für diese Aufgabe abgestellt. Doch die Verschmutzung sei nach besonders schönen Tagen inzwischen so groß, „dass der gar nicht mehr nachkommt“, hieß es auf Nachfrage unserer Zeitung.

Nachgedacht werde derzeit darüber, an besonders frequentierten Liege- und Grillplätzen, etwa in Höhe Freibad, große Mülltonnen aufzustellen. Erfahrungsgemäß würden diese aber wieder missbraucht, um Hausmüll einzubringen. Absichtlich habe man deshalb eine Vielzahl kleinerer Abfalleimer mit einem geringeren Einfüllbereich aufgestellt, um auch dies zu unterbinden.

Bauhofleiter Michael Glas stimmt die zunehmende Verschmutzung des Naturidylls traurig. Vor Kurzem hätten Umweltsünder sogar einen großen Grill einfach stehen lassen. „Mitten auf der Kiesbank. Ich bin die Sache inzwischen Leid“, so Glas. „Wir sorgen gerne für Sauberkeit – aber was zuviel ist, ist einfach zuviel!“ Der Bauhofchef plant mit Blick auf die kommenden Feiertage schon Sonderschichten ein, um die zu erwartende Müllflut bewältigen zu können. Bleibt nur eines: Der erneute Appell an die Vernunft, den Müll doch wieder mitzunehmen und zum Beispiel im Kolbermoorer Wertstoffhof zu entsorgen: Dort könne man etwa die Alu-Grillschalen problemlos abgeben – und das sogar kostenlos!ge

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