Revolutionstage in Kolbermoor
„Die Stadt war verschanzt“
Soldaten der Roten Armee während der zweiten Räterepublik. „Wir wollen der Welt das Beispiel geben, dass endlich einmal eine Revolution, vielleicht die erste Revolution der Weltgeschichte, die Idee, das Ideal und die Wirklichkeit vereint“, so Kurt Eisner anlässlich der Revolutionsfeier im Nationaltheater in München am 17. November 1918.Foto Aus: Das Wintermärchen
Kolbermoor nimmt eine besondere Rolle in den bewegten Tagen der bayerischen Revolution ein. Als letzte Stadt in Bayern ergab sie sich Anfang Mai 1919 – ohne Gegenwehr. So konnte großes Blutvergießen vermieden werden. Im Gespräch mit unserer Zeitung zeichnet Autor Ralf Höller, der sein neues Buch „Das Wintermärchen“ im Mareissaal vorstellte (wir berichteten), ein eindrucksvolles Bild von den Revolutionstagen.
Herr Höller, Kolbermoor nimmt in den Revolutionstagen in Bayern eine Sonderrolle ein. Wie war die Situation vor Ort in den Maitagen der Revolution ?
Kolbermoor wurde wie München von Reichswehrtruppen, Freikorps und rechten Bürgerwehren belagert. Viele Arbeiter hatten sich bewaffnet, die Stadt war v