Kolbermoor – Die Saisonkarte für Erwachsene kostet 75 Euro; Schwerbehinderte, Rentner und Senioren (ab dem vollendeten 60. Lebensjahr) zahlen 60 Euro. Diese Preise blieben ebenso wie die Einzeleintrittspreise unverändert zum Vorjahr.
Nach einem kurzen wetterbedingten Einbruch startete das Freibad dann gut in die Pfingstferien und verzeichnete lebhaften Besuch. Rund 8000 Gäste steuerten bislang das Bad an; Spitzentag war der 27. Mai mit fast 2000 Besuchern. Zweimal allerdings mussten die Schwimmmeister die Badegäste per Lautsprecherdurchsage und persönlicher Aufforderung aus den Becken holen: „Wenn es blitzt, heißt es raus aus dem Wasser,“ so Eggerl. Angesichts des möglichen Unwetters funktionierte das auch stets.
Bei anderen Gelegenheiten haben Eggerl und Meier allerdings die Erfahrung gemacht, dass der Respekt gerade von Halbwüchsigen ihnen und auch anderen Badegästen gegenüber immer mehr abnimmt. „Da greifen wir jetzt rigoros durch,“ sind sich die beiden einig. Wer meint, dass er eine Glasflasche mit ins Schwimmbecken nehmen muss, dass die Liegewiese geeignet ist für Fußballspiele oder dass man sich auf die Abtrennung der Schwimmbahnen im großen Becken setzen muss, wird auf die entsprechenden Regeln hingewiesen. Wer dann nicht reagiert, wird sofort des Bads verwiesen. „Früher waren wir da etwas großzügiger, aber wenn man dann als Antwort ein „das interessiert mich doch nicht“ zu hören bekommt, sieht man, dass es so nicht geht,“ sagen die beiden. Eine Gruppe von „Halbstarken“ und zwei Einzelpersonen mussten bislang das Freibad deshalb schon verlassen.
Wer bleibt, dem bietet das Freibad eine besondere Wasserqualität. An Toptagen mit viel Betrieb läuft die Frischwasserpumpe quasi durch (man verfügt über eigene Quellen), und trotzdem hat das Wasser dank der neuen Solaranlage auf dem Dach des Kabinentrakts inzwischen beachtliche 24,5 Grad Temperatur erreicht. Auch das Gesundheitsamt Rosenheim, das am gestrigen Dienstagvormittag überraschend vor der Tür stand, hatte bei dieser Kontrolle keine Beanstandungen.
In dieser Woche haben die ersten Seepferdchen-Kurse bei Charly Meier begonnen. In zwei Gruppen üben jeweils fünf Kinder täglich eineinhalb Stunden lang, bis sie nach fünf oder sechs Tagen dann 25 Meter am Stück schwimmen können. Der „Seeräuber“ muss schon 100 Meter schaffen, und bei beiden Prüfungen muss auch ein bissl getaucht werden. Darüber hinaus kann man sich im Kolbermoorer Freibad das Jugendschwimmabzeichen in Bronze, Silber und Gold abnehmen lassen. „Einfach uns ansprechen,“ so die Schwimmmeister.
Was die beiden – und alle Kinder im Bad – allerdings bedauern, ist die momentane Sperrung der Rutsche ins Kinderbecken. Bei der Begehung mit einem Ingenieurbüro für Arbeitssicherheit war festgestellt worden, dass die bisherige Treppe nicht zulässig sei – jetzt wird eine Leiter montiert.
Diese muss aber zudem aus einem bestimmten Edelstahl sein, das vom Chlorwasser nicht angegriffen wird. Nach den Pfingstferien, so hofft auch Jürgen Halder vom Bauamt der Stadt Kolbermoor, soll dieser Punkt schnellstmöglich in Angriff genommen werden.