Kolbermoor – Statt der ehemaligen, fast einheitlich grauen Farbtöne, dominiert nun eine Kombination aus freundlichen roten und gelben Abschnitten das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes, das in den 1860er-Jahren erbaut wurde und damals eines der eindrucksvollsten Bauwerke des jungen Stadtkerns bildete. Unverändert erhalten geblieben ist nach erfolgter Außenrenovierung die Fassadenstruktur mit den charakteristischen Fensterrahmen, Putzverzierungen und Rundbögen, die sich fast identisch auch in der Architektur der benachbarten Pfarrkirche wiederfinden.
Die üppige Ziergirlande knapp unter dem Dachansatz spielte in den Planungen eine große Rolle, wie Kirchenpfleger Georg Schilp, der gemeinsam mit der Kirchenverwaltung die Aufsicht seitens der Kirchenstiftung ausübt, erläutert: „Architekten und Handwerker waren begeistert von dieser früher etwas unscheinbaren Verzierung, die nun durch die neue Farbgebung noch besser zur Geltung kommt.“
Nach dem Abschluss der Fassade liegt nun auch der Innenausbau in den letzten Zügen. Im Vordergrund steht hier insbesondere der Ausbau des Erdgeschosses zum Verwaltungssitz der Stadtkirche mit Büroräumen und neu gestaltetem Empfangsbereich. Im ersten Obergeschoss werden zwei Wohnungen entstehen, und auch an das Umfeld muss noch Hand angelegt werden. „Der bestehende Grundstückszaun wird zurückgesetzt, zusätzliche Parkplätze werden angelegt. Es entsteht auch ein komplett barrierefreier Zugang“, so der Kirchenpfleger über den Stand der Maßnahmen. Auch die Belegschaft des Pfarrbüros sowie die Pastoralreferentinnen und Stadtpfarrer Maurus Scheurenbrand, die bisher in Notquartieren im Jugendheim untergebracht waren, sind optimistisch, im Sommer in die neuen Räumlichkeiten zurückkehren zu können.
Am Freitag, 3. August, wird es bei einem „Tag der offenen Tür“ Gelegenheit geben, das Pfarrhaus zu besichtigen.