Hinweistafeln in der Schwebe

von Redaktion

Verschiedene Kriterien müssen noch erfüllt werden

Rosenheim – Zumindest vorerst wird es an der Kufsteiner Straße auf Höhe Heilig Blut (B15) und an der Rosenheimer Westtangente (B15a) keine Schilder geben, die auf die barocke Rundkirche von Westerndorf am Wasen hinweisen. Einen entsprechenden Antrag hatte die Stadtratsfraktion der CSU in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Verkehrsfragen und öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) des Stadtrats gestellt. Aus Anlass des 350. Jubiläums des einzigartigen Gotteshauses, das heuer gefeiert wird, wollten die Christsozialen die Autofahrer ab sofort dauerhaft auf das wohl bedeutendste Kirchenbauwerk der Stadt mit Deutschlands größter Zwiebelkuppel hinweisen. Doch das staatliche Straßenbauamt spielt noch nicht so recht mit.

Denn Voraussetzung für das Aufstellen sogenannter touristischer Hinweistafeln ist, dass sich das darauf befindliche Ziel in unmittelbarer Nachbarschaft befindet und zugleich die Schilder eine wegweisende Funktion haben.

Dies ist beim Standort Heilig Blut aber nicht der Fall. Um nach Westerndorf zu gelangen, wären in Heilig Blut, Aising und Pang viele weitere neue Tafeln im untergeordneten Straßennetz notwendig. Beim Standort der Westtangente wäre zwar das Kriterium der Nachbarschaft gegeben. Autofahrer müssen aber große Umwege in Kauf nehmen, um nach Westerndorf zu gelangen, entweder über Pfraundorf und Aising oder über die Schwaig. Denn eine direkte Ausfahrt gibt es nicht. Alternativ will die Stadt Rosenheim deshalb prüfen, an der Einmündung der Brannenburger in die Kufsteiner Straße („Weko-Kreuzung“) doch noch eine entsprechende Tafel aufzustellen.

Sogenannte touristische Unterrichtungstafeln, wie es sie an der A8 München-Salzburg („Historische Altstadt Rosenheim“) und an der A93 Rosenheim-Kiefersfelden („Wendelstein“) gibt, dürfen ausschließlich an Autobahnen aufgestellt werden und kommen deshalb an den Bundesstraßen B15 und B15a nicht infrage.

Stadtrat Georg Kaffl, der auch Mitglied im Festausschuss vom 350. Jubiläumsjahr ist, bedauerte die Entscheidung gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Er setze aber Hoffnung in die „kleine Lösung“ mit einer Tafel auf Höhe der Brannenburger Straße. aez

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