Pläne zum Wohn-, Geschäfts- und Boardinghaus An der Alten Spinnerei im Bauausschuss

Jetzt weniger Wohnungen

von Redaktion

Die Tiefgarage hatte bereits in einer früheren Bauausschusssitzung grünes Licht bekommen, jetzt gab es das gemeindliche Einvernehmen auch für den „Rest“ darüber: das Wohn-, Geschäfts- und Boardinghaus An der Alten Spinnerei.

Kolbermoor – Das Projekt, dem die sogenannte Blutbuche hatte weichen müssen, hatte deshalb im Vorfeld zu erbitterten Diskussionen nicht nur im Stadtrat, sondern in der ganzen Stadt gesorgt. Der Stadtrat stellte schließlich die Stadtplanung über die Buche; für sie gab es bereits Ersatzpflanzungen (wir berichteten).

Dem Bauantrag für das Vorhaben lag auch ein Antrag auf Befreiung bei, da die im Bebauungsplan festgesetzte Obergrenze für das erste Obergeschoss um insgesamt 138 Quadratmeter überschritten werde; zulässig wären 1210 Quadratmeter gewesen. Diese Überschreitung resultiere daher, da man bei der Aufstellung des Bebauungsplanes hier noch von einer Wohnnutzung ausgegangen sei. Jetzt plane man Büroflächen, deshalb seien die nicht mehr zweckdienlichen Loggien sowie ein Laubengang entfallen. Die Fassadenrücksprünge wurden glattgezogen; der Außen- in einen Innenraum verwandelt.

Im Gegenzug wurde das während der Aufstellung des Bebauungsplanes komplett überbaute Erdgeschoss zugunsten eines fußläufig durchschreitbaren Innenhofes geöffnet. Die hierfür zulässige Fläche von 1800 Quadratmeter werde um 509 unterschritten. Weiter stellte die Verwaltung fest, dass durch diese Änderungen die Summe aller Geschossflächen insgesamt um 556 Quadratmeter unterhalb der festgesetzten Gesamtgeschossfläche liege, sodass generell das Maß der baulichen Nutzung eingehalten werde. Im Übrigen würde dem geltenden Bebauungsplan „Spinnerei Nord“ entsprochen. Erforderlich seien 110 Stellplätze. Diese seien allesamt eingetragen, also nachgewiesen. Die Erschließung erfolgt über die Hasslerstraße und die Straße „An der Alten Spinnerei“. So schlug die Verwaltung den Mitgliedern des Bauausschusses vor, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen – was diese auch taten. Allerdings mit zwei Gegenstimmen (Markus Schiffmann/CSU und Annalena Rosner/Grüne Liste).

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