Besiegelt mit dem Heiligen Geist

von Redaktion

Am heutigen Samstag ist Firmung von fast 60 jungen Menschen in Kolbermoor

Kolbermoor – Für 56 junge Kolbermoorer geht am heutigen Samstag eine aufregende Vorbereitungszeit zu Ende. An diesem Samstagnachmittag empfangen die Jugendlichen in der katholischen Pfarrkirche Wiederkunft Christi das Sakrament der Firmung und treten nach dem Verständnis der katholischen Kirche damit in das Erwachsenenalter ein.

Ab diesem Zeitpunkt sind die jungen Leute, wie es in der Liturgie wörtlich heißt, „besiegelt mit dem Heiligen Geist“ und somit vollwertige Mitglieder der Gemeinde. Um für dieses bedeutende Ereignis ausreichend vorbereitet zu sein, haben die jungen Menschen in verschiedenen Projekten und Workshops geistliche, aber auch soziale Themen kennengelernt und sich aktiv eingebracht. Zentraler Punkt der Vorbereitung war dabei wie auch schon in den letzten Jahren das Sozialprojekt, bei dem die Firmlinge mit Menschen in Kontakt kommen sollten, die sich ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen.

Verschiedene Organisationen wie die Kolbermoorer Tafel, die Feuerwehr, die Hospizbegleitung oder die Helferkreise in der Flüchtlingsarbeit boten ihre Mithilfe an und vermittelten wertvolle Einblicke in ihr Wirken. In einer kurzen Reflexion hielten die Teilnehmer anschließend Rückschau auf die kennengelernten Aktionen und zogen Schlüsse für ihre persönliche Entwicklung. Unterstützend dazu waren auch Interviews mit verschiedenen Ehrenamtlichen vorgesehen. Auf einem großen, zentralen Themenabend wurden den Firmlingen dann zentrale Elemente des christlichen Glaubens und des Verständnisses der Firmung nahegebracht.

Unter Anleitung der Pastoralreferentinnen Monika Langer und Martina Mauder beschäftigten sich drei Workshops mit den Themen Glauben reflektieren und bekennen und den symbolischen Zeichen der Firmung und ihrer Bedeutung.

Beim „bible art journaling“, einer kreativen Interpretationstechnik der Bibel, beschäftigten sich die Jugendlichen mit der Frage „Wer bin ich für dich?“, abgeleitet aus einer bekannten Stelle aus dem Matthäusevangelium. Ein persönliches Gespräch mit dem Firmling inklusive ausführlichem „feedback“ bildete den Abschluss der Vorbereitungszeit, zu der auch die Firmbeichte zählte. Auch verschiedene Jugendgottesdienste und ein großer Jugendkreuzweg in der Fastenzeit wurden angeboten. Für die Patinnen und Paten, die ab der Firmung Mitverantwortung für den jungen Menschen übernehmen, beschäftigte sich ein eigener und rege besuchter Themenabend mit Sinn und Hintergrund des Patenamtes. Wenn der für die Region Süd zuständige Weihbischof Wolfgang Bischof im Auftrag des Erzbischofs das Firmsakrament spendet, wird der Pate im wahrsten Sinne des Wortes „hinter dem Firmling stehen“ und ihm zum Zeichen der Unterstützung die Hand auf die Schulter legen. Zeichen der Firmung selbst ist das Chrisam, eine Mischung aus verschiedenen Ölen und Balsamen, das seit alters her in der katholischen und auch den orthodoxen Kirchen verwendet wird. Der Bischof wird den Firmling mit seinem Namen anrufen und ihm dann mit dem Chrisam ein Kreuz auf die Stirn zeichnen. Nach einer Handauflegung folgt der Friedensgruß. Nach dem Gottesdienst um 14.30 Uhr begrüßt der Stadtkirchenrat die Neugefirmten und ihre Familien mit einem Stehempfang.sel

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