Kolbermoor – Im Gespräch mit unserer Zeitung gestand Meixner gestern, dass die Stadt Handstände gemacht habe, um die Vorplanungen vor allem mit Blick auf die im nächsten Jahr vorgesehenen Sperrtage genau hinzubekommen. Alle Termine seien wieder und wieder abgeklärt worden, um der Bahn keine Plattform zu bieten, die Stadt sei mit den Vorplanungen nicht fertig geworden, so Meixner weiter. „Und dann kommt ein lapidarer Anruf, dass die Sperrpausen auf 2020 verschoben werden“, so der Bauamtsleiter. Meixner zeigt sich aber entschlossen: „Wir lassen uns nicht aufhalten. Wir erledigen unsere Vorarbeiten wie geplant.“
Schon im März stellte Diplom-Ingenieur Georg Schollerer vom Ingenieurbüro Roplan in Rosenheim im Kolbermoorer Stadtrat die umfangreichen Arbeiten zur Leitungsumverlegung im Bereich der Tonwerksunterführung vor.
Versetzt werden muss die Wasserleitung sowie der Regenwasser- und Schmutzwasserkanal – und das mittels eines aufwendigen Spezialbohrverfahrens. Der neue Regenwasserkanal soll östlich der Tonwerkunterführung Platz finden. Derzeit laufen schon die Markierungsarbeiten für nötige Behelfsumfahrungen im Baustellenbereich. Westlich der Tonwerkunterführung sind der neue Mischwasserkanal und die Trinkwasserleitung vorgesehen – Kanal wie Leitung werden ebenfalls durch das Bohrverfahren ins Erdreich eingebracht. Durch das Setzen der Anschlüsse ist auch nördlich der Tonwerkunterführung mit Einschränkungen zu rechnen. Der Planer führte im Frühjahr aus, dass die Grillparzer- und Bergstraße sowie die Straße am Glasberg davon betroffen seien. Die Baukosten wurden mit insgesamt rund 940000 Euro veranschlagt.ge