Kolbermoor – Erst seit beinahe vier Jahren existiert die katholische Stadtkirche Kolbermoor und doch ist das Miteinander der beiden ehemals getrennten Pfarreien Wiederkunft Christi und Heilige Dreifaltigkeit in dieser kurzen Zeit selbstverständlich geworden. Ein besonders gutes Beispiel für das erfolgreiche Zusammenwachsen ist das jährliche Pfarrfest, das inzwischen ebenfalls gemeinsam begangen wird.
So versammelten sich auch heuer wieder zahlreiche Gemeindemitglieder in der Pfarrkirche Wiederkunft Christi, um das Pfarrfest mit einem feierlichen Gottesdienst zu beginnen.
Stadtpfarrer Maurus Scheurenbrand begrüßte insbesondere die Kinder und wies auf den Festtag des heiligen Johannes des Täufers hin, der heuer mit dem Festsonntag zusammenfiel.
Auch Pastoralassistentin Christina Binder hatte sich des Heiligen angenommen und nahm in ihrer Predigt Bezug auf dessen Namen, der aus dem Hebräischen stammt und etwa mit „Gott ist gnädig“ übersetzt werden kann.
Binder zeigte anhand einiger Beispiele auf, dass auch viele heute gebräuchliche Namen tiefere Bedeutungen haben können: „Im Christentum heißt es oft: Nomen est omen – der Name ist Programm“, so Binder abschließend.
Nach dem Gottesdienst, der von beiden Kirchenchören sowie dem Kinder- und Jugendchor, unterstützt von einem Instrumentalensemble, feierlich gestaltet wurde, waren die von den zahlreichen freiwilligen Helfern aufgebauten Garnituren rasch vollbesetzt.
Grillstation und Wurstkessel erfreuten sich großer Nachfrage, und trotzdem war hier wie auch an der Getränkestation die Wartezeit diesmal äußerst kurz. Möglich gemacht wurde dies durch eine experimentelle Entscheidung des Pfarrgemeinderats, in diesem Jahr erstmals keine Festpreise zu berechnen, sondern Speis und Trank auf freiwilliger Spendenbasis auszugeben.
Das neue Modell wurde von den Anwesenden sogleich begeistert angenommen, ebenso auch das interessante Rahmenprogramm.
Für die Kinder waren neben einer Bastelstation auch der Fußballplatz und der Spielplatz des Horts geöffnet, die Eltern konnten bei einer Führung den Kindergarten und die Kindertagesstätte von innen besichtigen oder sich am Stand der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) informieren.
Bestens unterhalten von der „Ferienmusi“, die mit flotten und bekannten Melodien glänzte, führten die Anwesenden noch so manch angeregte Unterhaltung, ehe das Fest am Nachmittag ingemütlicher Runde ausklang. sel