Kolbermoor – Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte der für den Hochwasserschutz zuständige Projektleiter Christoph Wiedemann, dass die Platten noch in diesem Jahr aufgebracht werden. Derzeit läuft die Ausschreibung.
Wie berichtet, hat sich das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim aufgrund von Bürgerwünschen für diese Form der Abdeckung entschieden. Sie werde in dieser Form erstmalig verwendet, betonte Wiedemann. In der Regel werden Spundwände mit Stahlplatten bedeckt. Aber die rosten und laden nicht zum Verweilen ein – aber das will man gerade in diesem landschaftlich schönen Bereich. Zudem kann man sich künftig auch auf die Betonplatten sitzen, was ebenfalls von den Bürgern ausdrücklich gewünscht worden sei. Die provisorische Holzabdeckung, die viele Kolbermoorer als störend empfanden, hat ausgedient. Man habe die Betonplatten aber nicht nur aus optischen Gründen gewählt, sondern sie dienten auch der Sicherheit, unterstrich der Projektleiter im Gespräch mit unserer Zeitung. Schließlich seien die Wände scharfkantig und rostig, ein Schutz sei unbedingt erforderlich.
Im Kolbermoorer Stadtrat wurde im letzten Sommer intensiv über die Gestaltung diskutiert. Manche der Stadträte sahen damals in den Betonplatten „die längste Theke der Welt“. Ein Vorwurf, den Bürgermeister Peter Kloo damals entschied zurückwies. Hinsichtlich der Kosten schwieg sich Wiedemann gestern aus. Wie berichtet, beteiligt sich daran auch die Stadt. Wann genau die ersten Platten kommen, ist nicht sicher.
Die Farbgebung – gewollt ist ein leicht bräunlich schimmernder Beton – erfordere noch ein paar Testläufe.