Kolbermoor – Nach dem gelungenen Auftakt am Freitag (wir berichteten) ging das Bürgerfest am frühen Samstagabend schließlich seinem Höhe- und Schlusspunkt entgegen. Bereits zu den einstimmenden Klängen, die die Combo „Jazzed Married“ der Stadtsingschule unter Leitung von Günther Obermeier in gewohnt „swingender“ Manier präsentierte, füllte sich der Festplatz zusehends mit Besuchern. Als dann die Willinger Musi, seit vielen Jahren schon gern gehörter Stammgast auf dem Bürgerfest, mit ihrem Dirigenten Franz Keml am Pult die musikalische Gestaltung übernahm, hatten sich auch die anfänglichen dunklen Wolken verzogen, und der alte Rathausplatz zeigte sich im besten Sonnenlicht.
Schwungvoll eingeläutet wurde das Abendprogramm von der Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins „d`Mangfalltaler“, die in guter Besetzung angetreten war und dem begeisterten Publikum das „Bauernmadl“, die Sternpolka und als Zugabe das „Mühlradl“ zeigte. Auch die aktive Gruppe der Mangfalltaler hatte es sich nicht nehmen lassen, eigens für das Bürgerfest nochmals den Kronentanz einzustudieren. Für die verschiedenen, sauber gezeigten Figuren ernteten die Trachtler zu Recht großen Applaus. Am Freitag hatten die Mangfaller ihre Auftritte gehabt. So zeigten etwa die Aktiven den „Kolbermoorer“, und auch die Goaßlschnalzer vermittelten unverfälschtes bairisches Brauchtum. Den tänzerischen Schlusspunkt des Abends setzten schließlich Mitglieder des „Quest Dance Clubs“, die in einer flotten Boogie-Woogie- und Rock-Choreographie sich und ihr derzeitiges Kursprogramm vorstellten.
Zu den modernen und traditionellen Melodien der Willinger Musi, die nach einer kurzen Pause wieder die Bühne übernahm, feierten die Festgäste daran anschließend noch bis spät in den Abend in ausgelassener Stimmung.
Wast Voit als Vorsitzender des neu gegründeten Bürgerfestvereines zeigte sich in seinem Resümee von der reibungslosen Organisation und Durchführung höchst erfreut: „Es war ein durchgängig schönes, gemeinsames Arbeiten.“ Nur drei Ausschusssitzungen und zwei Versammlungen habe es gebraucht, um nebst einigen kurzen Absprachen das Fest gemeinsam zu stemmen. Im Wesentlichen blieb dabei der gewohnte Ablauf des Wochenendes erhalten, einzig das Kinderprogramm wurde heuer ausgebaut. „Was Christian Spatzier und sein Team vom Jugendtreff da auf die Beine gestellt haben, da geht mir richtig das Herz auf“, so Voit begeistert. Mit tatkräftiger Unterstützung des Stadtjugendforums waren etwa das Herstellen von Freundschaftsbändern, Button-Prägen, Dosenwerfen, Stelzenlauf und Kinderschminken angeboten; auch eine Hüpfburg und das Aerotrim waren aufgebaut.
Auch von den Standbetreibern kamen positive Rückmeldungen, so Wast Voit, die den Vorstand in seiner Arbeit bestätigen.
Etwas Zuwachs könnte der Bürgerfestverein allerdings noch vertragen, wie Voit abschließend bemerkte. Jederzeit können Einzelpersonen, Vereine oder Gewerbetreibende auf den Vorsitzenden zukommen und sich zu den derzeit 35 Mitgliedern des eingetragenen Vereines hinzugesellen. sel/fl