Gelungene Benefizveranstaltung in Kolbermoor

Triathlon „tropical“

von Redaktion

Den sportlichen Wettkampf nicht nur als eine Möglichkeit zur Leistungsmessung und zum Vergleich zu sehen, sondern „ganz nebenbei“ für einen guten Zweck Höchstleistungen zu erbringen, ist seit vielen Jahren auch für prominente Sportler selbstverständlich. Große Unterstützung genießt dieser Gedanke auch in Kolbermoor, wo heuer bereits zum dritten Mal ein Benefiz-Triathlon als Teamwettbewerb ausgetragen wurde.

Kolbermoor – Die Firma Auto Eder als Veranstalter dieses Dreikampfes im Wasser, auf dem Fahrrad und zu Fuß hatte sich wieder alle Mühe gegeben, die Werbetrommel zu rühren und möglichst viele Teams als Teilnehmer zu gewinnen. Angeführt wurde das Feld, das aus insgesamt 29 Dreiermannschaften vieler bekannter Firmen, Sportvereine und anderer Gruppierungen bestand, vom Prominententeam „Tobi“, den beiden Rodel-Olympiasiegern Tobias Wendl und Tobias Arlt sowie dem Langläufer und vielfachen Medaillengewinner Tobias Angerer.

Nach der Begrüßung in den Räumlichkeiten der Alten Spinnerei begaben sich die Teilnehmer zunächst ins Kolbermoorer Freibad, wo sie bereits von zahlreichen Besuchern erwartet wurden. Bürgermeister Peter Kloo gab mit der Startpistole selbst das Signal für die erste Schwimmergruppe, die im eigens gesperrten Hauptbecken insgesamt 400 Meter zu absolvieren hatte. Angefeuert von den Gästen am Beckenrand schwangen sich alle Teilnehmer zu Höchstleistungen auf, um den nachfolgenden Radlern einen möglichst großen Zeitvorteil mit auf die Strecke zu geben. Die Nase vorn hatte schließlich mit Armin Bittlingmeier der Vertreter des Sportbundes Rosenheim, der die Distanz in 4:44 Minuten absolvierte. Die jeweiligen Ergebnisse wurden auf digitalem Wege zur Wettbewerbsleitung in der alten Spinnerei weitergegeben, wo die Fahrradathleten sich und ihr Material bereits auf die Eigenheiten der Strecke eingestellt hatten.

Der Start erfolgte entsprechend den von den Schwimmern erreichten Zeitabständen. Somit durfte der Sportbundler Anian Huber als Erster auf die Strecke gehen, die ausgehend vom Spinnereigelände am Kanaldamm entlang bis zum Turbinenhaus in Lohholz und über die Conradtystraße zurück führte. Insgesamt 30 Kilometer waren in acht Runden auf durchaus anspruchsvollem Untergrund zu absolvieren, ehe im Rosengarten die Übergabe an die Läuferinnen und Läufer erfolgte.

Bei diesem letzten Wechsel hatte Matthias Grasberger – standesgemäß der Vertreter der Hausmannschaft Auto Eder-CAP – die Nase vorne. Sein Mannschaftskamerad Frederic Petrini-Monteferri ließ sich dann auf der insgesamt acht Kilometer langen Laufstrecke, die in drei Runden ebenfalls um den Spinnereipark führte, das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen. Souverän siegte das Team, zu dem noch der Schwimmer Michael Schlatter gehörte, am Ende vor dem JOKA-Team Wick (Thomas Wick, Katja Göbel, Benedikt Kendler) und dem E-Aqua-Team (Jörg Bischof, Clemens Huber, Jakob Gerstmeier).

Bei der Abschlussfeier in der Bar Amici stellten sich dann die noch viel größeren Sieger des Nachmittages den Athleten und Gästen vor: Vertreter zweier Stiftungen und ein Verein durften dort die gesammelten Startgelder des Nachmittags als Spende für ihre Arbeit entgegennehmen. So war Biathlon-Olympiasiegerin Magdalena Neuner eigens nach Kolbermoor angereist, um im Namen der Björn-Schulz-Stiftung den Scheck entgegenzunehmen. Die Stiftung unterhält neben anderen Häusern auch den Irmengardhof in Gstadt am Chiemsee, der Familien mit schwer kranken und behinderten Kindern eine Erholungs- und Nachsorgemöglichkeit bietet. Die zweite an diesem Nachmittag unterstützte Stiftung, „Schneekristalle“, die von der Skirennläuferin Michaela Gerg gegründet und vertreten wurde, hat sich ebenfalls die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zum Ziel gesetzt. In den Förderprogrammen der Stiftung wird diesen besonders der Wert von Sport und Bewegung nahegebracht, der Fokus liegt dabei auf Wintersportarten, aber auch Taekwondo oder Trampolinspringen sind Teil des Programms. Besonders inklusionsbedürftige sowie körperlich oder finanziell beeinträchtigte Kinder sollen in den Kursen gezielt gefördert und eingebunden werden. Der letzte Teil der Summe ging schließlich an den Verein „Traumzeit“, der von Moderatorin Alexandra Polzin und ihrem Mann, dem Sportreporter Gerhard Leinauer, vertreten wurde. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, krebskranken Kindern und ihren Familien besondere Wünsche zu erfüllen und darüber hinaus mit besonderen Aktionen einige schöne Stunden zu bereiten.

Aus den Startgeldern und einer weiteren, großzügigen Spende kamen insgesamt 30500 Euro zusammen, die der Björn-Schulz-Stiftung als Koordinator der Spendenvergabe von Veranstalter Willi Bonke übergeben wurden.

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