Kolbermoor – Wie über die Jahre berichtet, plant die Stadt Kolbermoor in Nähe des Pullacher Kreisels ein neues Feuerwehrgerätehaus. Das Vorhaben wurde bereits in der Sitzung des Hauptausschusses im Oktober 2015 und im Stadtrat im Januar 2016 behandelt. Der Baubeschluss wurde gefasst und die Verwaltung beauftragt, das Baugenehmigungsverfahren einzuleiten. Dann aber schlug die Stunde des Landratsamtes Rosenheim: Mit Schreiben vom Juli 2016 wurde der Stadt mitgeteilt, das beantragte Vorhaben abzulehnen, „da die Zulässigkeitsvoraussetzungen nicht gegeben waren“.
Bürgermeister Peter Kloo konnte erneut nicht umhin, diese Vorgehensweise in der Sitzung süffisant zu bewerten: Vermutlich habe man sich um den „Erholungswert am Pullacher Kreisel“ gesorgt.
Nun aber habe das Vorhaben im Bebauungsplangebiet Nummer 75 „Pullacher Kreisel“ nach abgeschlossener Prüfung der eingegangenen Stellungnahmen im Bauleitplanverfahren und nach ordnungsgemäßer Abwägung formelle und materielle Planreife erlangt.
Die Abwägungen hätten zu keiner wesentlichen Planänderung geführt, so die Verwaltung, sodass keine verkürzte Auslegung erforderlich sei.
Der Satzungsbeschluss liegt vor, das Verfahren kann somit abgeschlossen werden. Das Vorhaben widerspreche nicht den künftigen Festsetzungen des Bebauungsplans, da dieser vielmehr aus dem Vorhaben entwickelt worden sei, hieß es in der Sitzung.
Der Stadtrat agierte hinsichtlich der Baugenehmigung für den Bauausschuss. Denn: Möglichst schnell soll die Planung raus, damit vernünftige Preise erzielt werden können.
Kurioses am Rande: Das Straßenstück zwischen Pullacher Kreisel und der Stadt Bad Aibling hat noch keinen Namen. Hier sei eine Widmung erforderlich, damit das Feuerwehrhaus dann auch eine Adresse bekomme, so Bürgermeister Peter Kloo mit Blick auf den „Wilden Westen“, wie er scherzhaft sagte.