Kolbermoor – Zum Abschluss der Schmiede-Biennale, bei der dieses Jahr die skandinavischen Länder Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark im Mittelpunkt standen, zieht Christian Poitsch, maßgeblicher Organisator bei der Stadt Kolbermoor und für den veranstaltenden Förderverein Europäisches Zentrum für zeitgemäße Metallgestaltung in Kolbermoor, ein positives Resümee: „Die fünftägige Veranstaltung verlief völlig reibungslos und unproblematisch.“
Von Mittwoch bis Sonntag waren auf dem Platz vor dem alten Rathaus zahlreiche Zuschauer Zeugen der vielen Veranstaltungen, Ausstellungen und Vorträge. Teils legten sie bei Workshops selbst mit Hand an oder aber sie lauschten interessanten Informationsveranstaltungen rund um das heiße Eisen.
Ausstellungen
und Versteigerung
Zwei Ausstellungen betonten die künstlerischen Elemente des Schmiedens und am Sonntag konnte dann ein Jeder sein absolutes Traumobjekt ersteigern, wenn er es zuvor nicht schon bei den „Schmiede-Fieranten“, die auf dem Platz ihre Waren anpriesen, gefunden hatte.
Bei den Projekten war vor allem das „Kinderschmieden“ der Knaller. Immer ausgebucht, wurden dann noch am Sonntagvormittag zwei Sonderschichten gefahren, um auch wirklich alle Kleinen in den Genuss des Schmiedens kommen zu lassen und um dann mit einem selbst geschmiedeten Schmuckstück stolz nach Hause zu gehen.
Auch bei den Hauptdarstellern der fünf turbulenten Tage, den Schmieden und Metallgestaltern, kam die Veranstaltung „sehr gut an“, wie Poitsch bemerkte. Es standen viele interessante Themen auf dem Programm, wie beispielsweise die Zukunft der Schmiede oder aber auch neue Wege der Berufsgestaltung.
„Zusammenfassend gesagt, ist Kolbermoor ein Treffpunkt vieler Schmiede aus ganz Europa geworden und darauf können wir stolz sein“, so der Leiter Stadtmarketing weiter. Einzig die vielen Formalitäten mit Zoll und Transport der Schmiedestücke aus Norwegen, das kein EU-Mitglied ist, hätten ein gutes Stück Mehrarbeit bedeutet, die aber auch von den vielen fleißigen Helfern bestens geschultert werden habe können. Denen dankte Poitsch abschließend ganz besonders für ihr Engagement. Er meint zusammenfassend: „Wir sind alle sehr zufrieden, aber auch ziemlich erschöpft.“
Biennale 2020 mit Beneluxländern
Nach der Biennale ist bekanntlich vor der Biennale: In zwei Jahren, im Jahr 2020, steht das nächste große Schmiedefest, die 13. Auflage, in der Mangfallstadt auf dem Programm. Dann stehen die Beneluxländer mit Belgien, den Niederlanden und Luxemburg im Mittelpunkt. Doch ist kommenden Sommer auch mit einer Schmiedeveranstaltung, eventuell einer „Zwischen-Biennale“, zu rechnen? Konkrete Pläne gibt es hierfür noch nicht, bekennt Christian Poitsch. Doch was nicht ist, kann ja noch werden: „Vielleicht lässt sich ja ein Schmiedesymposium organisieren und parallel dazu Kinderschmieden, aber das steht noch in den Sternen.“ hko/rg