Freibad Kolbermoor
Rekordsommer mit viel Wasserspaß
Wegen der Corona-Pandemie blieben viele Freibäder geschlossen: Das Kolbermoorer Freibad öffnete heuer Anfang Juni und schließt am 13. September. Foto archiv
Rekordsommer mit Sonne satt – und auch das Kolbermoorer Freibad steuert auf eine Rekordsaison hin: Über 80000 Besucher genossen diesen Sommer bereits das kühle Nass – und damit schon heute mehr als in der gesamten Saison 2017.
Kolbermoor – Dieser Sommer kann sich sehen lassen: Tag für Tag strömen die Badegäste en masse ins Kolbermoorer Freibad – bis zur gestrigen kleinen Erholungspause mit etwas Regen schon über 82000 und damit schon in der ersten Augusthälfte mehr als in der gesamten vergangenen Badesaison (79500). „Wir sind drauf und dran, den Rekordsommer von 2003 zu brechen“, so Bademeister Helmut Eggerl. In der Saison 2003 zählte das Freibad-Team über 110000 Badegäste – einsamer Spitzenreiter seitdem.
In diesem Sommer purzeln bereits die Rekorde: Die meisten „Wasserratten“ kamen am Sonntag, 29. Juli, ins Kolbermoorer Freibad, insgesamt 2800. Bei 3000 Badegästen wäre Schluss – „dann müssten wir beschränken, aber dazu ist es bis jetzt noch nicht gekommen“, so Eggerl.
Für Bademeister Helmut Eggerl und seine Kollegen hieß es in den vergangenen Wochen fast pausenlos: schwitzen. Und das nicht allein wegen der Hitze, sondern vor allem wegen der vielen Badegäste, die sich im Wasser tummeln – was natürlich umso mehr Wachsamkeit erfordert. „Man ist die ganze Zeit extrem angespannt, es wurlt ja nur so im Wasser und alle spritzen rum“, beschreibt der Bademeister die Sommernachmittage. „Wir kommen langsam auf dem Zahnfleisch daher“, gesteht Eggerl. Nach unzähligen Doppelschichten im Wechsel, Tag für Tag, und einem extremen Lärmpegel.
Becken werden mit Frischwasser „gekühlt“
Doch über allem steht: bislang alles unfallfrei. „Keine größeren Vorkommnisse“, kann Eggerl vermelden, sehr zu seiner Erleichterung. „Das ist einfach das Wichtigste, dass nichts passiert“, weiß er aus seiner langjährigen Erfahrung. Einzig etliche Bienen- und Wespenstiche waren bislang zu registrieren, wobei man für eine Frau aufgrund von Kreislaufproblemen nach einem Bienenstich vorsorglich einen Krankenwagen gerufen hatte.
Eine weitere Besonderheit in diesem Rekordsommer: Die Tage, dass das Wasser geheizt wird, sind längst passe – ganz im Gegenteil: Die Schwimmbad-Mannschaft lässt laufend Frischwasser in die Becken, um so die Wassertemperatur auf 27 Grad Celsius „runterzukühlen“.
Sich sehen lassen kann sich auch der Kartenverkauf: Familiensaisonkarten wurden bis dato 172 Stück verkauft, laut Eggerl ebenfalls ein Rekord. Hinzu kommen 102 Saisonkarten für Erwachsene, 179 für Rentner, 32 für Kinder; sowie Zwölfer-Karten: 155 Erwachsene, 194 Rentner und 127 Kinder – für Kinder kostet die Zwölfer-Karte übrigens nur acht Euro für zwölf Eintritte.
Eine stolze Zwischenbilanz und viele Rekorde – und endlich ein Tag Erholung. Darüber freute sich gestern das Team besonders – denn die nächsten Sommer-Badetage stehen schon wieder bevor. „Und auch für unsere Liegewiese ist es von Vorteil, wenn sie endlich wieder Regen abbekommt. Sie ist inzwischen schon sehr braun“, so Bademeister Eggerl.rg