Kolbermoor – Fast wie bestellt machte die lang anhaltende Hitzeperiode eine schöpferische Pause, als der Diplomingenieur und Landschaftsgärtner Thomas Janscheck im Auftrag des Obst- und Gartenbauvereins Kolbermoor zu Säge und Schere griff, um im Garten von Konrad Reischl den fachmännischen Sommerschnitt an Obstbäumen zu demonstrieren.
Furcht vor
Ernteverlusten
Doch wer den beliebten Referenten von zahlreichen Kursen her schon kennt, der weiß, dass an diesem Nachmittag auch wichtige Informationen aus dem Bereich der Theorie nicht zu kurz kamen.
Den eigenen Obstbaum im Sommer zu schneiden erscheint vielen Hobbygärtnern, nachdem sie ihren Bäumen schon im Februar oder März mit einem radikalen Winterschnitt zu Leibe gerückt waren, oft zu heikel. Befürchten sie doch Ernteverluste und etwaige Schäden an den Obstbäumen. Doch Thomas Janscheck konnte sie beruhigen.
Der Sommerschnitt von Mitte August bis Mitte September, also nach der Vogelbrutzeit, führt nach dem anregenden Winterschnitt zu einer Beruhigung des Baumes und zu besserem, lagerfähigerem und süßerem Obst.
Dafür werden die Triebe beim Kernobst, wie Apfel oder Birne, mit der Schere stark eingekürzt. Ein radikaler Schnitt mit der Säge ( wie beim Winterschnitt) würde nur zur Notblüte und zur Schwächung des Baumes führen.
Bei Steinobst, wie etwa bei Kirschen, kann mit der Ernte auch ein sogenannter Formschnitt wie im Winter durchgeführt werden. Nach einigen wertvollen Tipps zur erfolgreichen Verpflanzung und Düngung von Gehölzen schritt der Gartenexperte zur Tat und beantwortete wie gewohnt noch unzählige, spontan auftauchende Fragen.