Wegen Spartenumlegung an der Tonwerksunterführung
Vollsperrung wird derzeit vorbereitet
So laufen die Umfahrungen der gesperrten Tonwerksunterführung ab Mitte September.Foto stadt Kolbermoor
Mit der sogenannten Spartenumlegung an der Tonwerksunterführung kommt auf die Kolbermoorer von Mitte September bis Mitte Oktober eine Vollsperrung zu. Das Ordnungsamt legt derzeit die Umleitungsstrecken fest.
Kolbermoor – Als „Übungsbeispiel für 2020“ bezeichnet Alfred Paukert, Leiter des Kolbermoorer Ordnungsamts, die derzeitige Vorbereitung der Vollsperrung an der Tonwerksunterführung. Wie berichtet, hat die DB Netz AG die Sperrpausen für den Neubau der Unterführung überraschend auf 2020 verschoben. Die Stadt Kolbermoor hält aber an den städtischen Vorarbeiten eisern fest. Ab Mitte September geht es an die sogenannte Spartenumlegung, also die Verlegung der im Boden enthaltenen Leitungen. Versetzt werden müssen unter anderem die Wasserleitung sowie der Regenwasser- und Schmutzwasserkanal – und das mittels eines aufwendigen Spezialbohrverfahrens. Der neue Regenwasserkanal soll östlich der Tonwerkunterführung Platz finden. Im Bereich der Tonwerksunterführung ist es nur für Fußgänger möglich, zu queren. Hier hat man vor allem an die Schulkinder gedacht, wie Alfred Paukert betont. Auch Radfahrer dürfen passieren – wenn sie absteigen. Die Umleitung greift großflächig und umfasst Bad Aibling, Ellmosen und Großkarolinenfeld. Durch die Vollsperrung ist der Abkürzungsverkehr über die Bergstraße nach Bad Aibling oder gegenläufig nach Großkarolinenfeld nicht mehr möglich. Auch Lastwagen über 3,5 Meter, die die Unterführung an der Flurstraße nicht durchfahren können, werden entsprechend umgeleitet. Die Zufahrt zu Firmen am Tonwerksgelände ist jedoch gewährleistet.
Die Tonwerksunterführung ist nicht nur für den motorisierten Individualverkehr bedeutend, sie soll künftig auch für Fußgänger und Radfahrer besser nutzbar gemacht werden. Nach dem Umbau der Bahnsteige soll die Unterführung zudem als Zugang und Verbindung der beiden Bahnsteige genutzt werden. Das bedeutet eine erhebliche Vergrößerung der Gesamtanlage. Aktuell ist nur eine Fahrspur vorhanden, die in beide Richtungen befahren wird. Die Unterführung ist nur 2,70 Meter hoch, was nicht der erforderlichen Durchfahrtshöhe der örtlichen Feuerwehr entspricht. Auf der Ostseite ist ein schmaler Gehsteig von rund 1,20 Metern vorhanden. Die lichte Weite der Unterführung beträgt 4,50 Meter. Nach Vorgabe soll die neue lichte Höhe am kritischen Punkt 3,42 Meter im Straßenbereich und 2,83 Meter im Gehwegbereich betragen.
Mit großem Gerät wird derzeit unter den Gleisen gebohrt, um die Spartenumlegung zu ermöglichen.