von Redaktion

Einstimmigkeit im Kolbermoorer Bauausschuss

Grün sorgt für Mehrkosten

Kolbermoor – Teurer als gedacht werden die Dämm- und Abdichtungsarbeiten für die neue Fahrzeughalle, die im Rahmen der Umbauarbeiten am Kolbermoorer Bahnhof neu entsteht. Vier Angebote hatte die Stadt nach der beschränkten Ausschreibung erhalten; die Firma Röckl Bedachungen aus Raubling war mit knapp 68000 Euro der Bieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot. Diese Summe lag allerdings rund 24500 Euro, die die städtische Kostenberechnung ergeben hatte. Die Gründe dafür wurden jetzt in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses erläutert.

Nach der Berechnung erst hatte man sich für den Bau eines Gründaches entschlossen. Das bedeutete die Umsetzung einer Zielvorgabe aus dem Klimaschutzkonzept der Stadt Kolbermoor – und die Errichtung des ökologischen Daches erleichterte zudem die Verhandlung mit der Nachbarschaft in Sachen Abstandsflächenabtretung. So kamen Kosten von 16200 Euro dazu; zusätzliche 3100 Euro schlagen zu Buche, weil dann auch höherwertige Abdichtungsbahnen verlegt werden müssen. Schließlich habe sich auch zwischen der Planung 2015 und der Ausschreibung 2018 wegen der guten Wirtschaftslage eine Baupreisindexsteigerung von 9,8 Prozent ergeben.

So empfahl die Bauverwaltung den Mitgliedern des Bauausschusses, den Auftrag an die Raublinger Firma zu vergeben – der Beschluss erfolgte einstimmig.

Auch einstimmig sprach sich der Bauauschuss für zwei weitere Vorhaben aus: So war die Verlängerung einer Baugenehmigung aus dem Oktober 2015 für die Aufstockung und ernergetische Sanierung der östlichen Produktionshalle zur Errichtung von Büros und einer Wohnung an der Aiblinger Straße 36 beantragt worden. Nachdem sich in der Sache keine Änderungen ergeben hatten, bauplanungsrechtlich also von keinen anderen Voraussetzungen auszugehen war, war die Zustimmung unproblematisch. Angemerkt wurde allerdings, dass sich der Antragsteller noch ein Jahr Zeit hätte lassen können – die Verlängerung hätte vier Jahre gegolten.

Bereits einen genehmigten Vorbescheid hatte ein Antragsteller, der in der Pfarrer-Birnkammer-Straße 20 einen Carport errichten will. Der Carport soll fast 15 Meter lang und 7,85 Meter breit bei einer maximalen Wandhöhe von 4,37 Metern. Auf Antrag führt die Verwaltung die Nachbarbeteiligung durch. fl

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