Mehr Wohnraum, mehr Leben

von Redaktion

„Zentrum V“ – so lautet der sperrige Name des Bebauungsplans 81, der das Umfeld zum neuen Rathaus bis hin zur Wiesenstraße umfasst. Mit der Überplanung soll dem Gebiet – zumindest gestalterisch – mehr Leben eingehaucht werden.

Kolbermoor – Im Zuge der städtebaulichen Neuordnung und der Aufwertung des Umfelds zum neuen Rathaus mit Bücherei, Bildungseinrichtungen, Parkhaus und der geplanten Verkehrsberuhigung der Rosenheimer Straße wurde auch ein politisches Ziel formuliert: Das innerstädtische Wohnen soll gefördert, die Innenstadt belebt werden.

Dies erfordere, so die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses, eine Überplanung des Quartiers zwischen Rosenheimer Straße, Wiesenstraße, Schmiedestraße und Ludwigstraße. Gleichzeitig, so hieß es weiter, sollten damit „städtebauliche Defizite beseitigt und bestehende Konfliktsituationen entschärft werden“.

Das Quartier ist Teil des historischen Siedlungsgebiets aus der Gründerzeit Kolbermoors. Es liegt nördlich der Rosenheimer Straße und erstreckt sich bis zur Wiesenstraße. Der Blick auf den Stadtplan zeigt: Die Querstraßen sind rechtwinklig angeordnet. In annähernd gleichen Abständen erschließen sich rechteckige Quartiere. Weiter nördlich verläuft die Bahnlinie Rosenheim-Holzkirchen.

Südlich der Rosenheimer Straße sind in den letzten Jahren Gebäude und Plätze mit öffentlicher Nutzung entstanden, wie das Rathaus, die Stadtbücherei, die Volkshochschule, das Trachtenheim, das Parkhaus, der Rathausplatz und der Rathauspark. Obwohl historisch, befinden sich im Plangebiet keine Denkmäler gemäß bayerischer Denkmalliste. Die Bebauung an der Rosenheimer Straße entspricht einer geschlossenen Bauweise, wobei noch das Schema der ursprünglich offenen Bauweise erkennbar ist.

Die Entwicklungen an der Rosenheimer Straße entsprechen der Entwicklung in den weiteren Quartieren an der Rosenheimer Straße und wurden dort auch durch Bebauungspläne vorgegeben.

Die Bebauung an den Querstraßen ist noch von offener Bauweise geprägt. Die Entwicklung entspricht einer begonnenen, bisher ungeregelten Nachverdichtung. Die Neubauten weichen im Maßstab und Form von der älteren Bebauung ab, was insgesamt zu einem heterogenen Erscheinungsbild des Quartiers führt. Auffallend groß ist die Anzahl von Gebäuden direkt an den seitlichen und hinteren Grundstücksgrenzen. Die Grenzbebauungen enthalten zum Teil Hauptnutzungen. Der Baubestand ist zum Teil überaltert. „Es existieren Leerbestände“, so die Verwaltung.ge

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