„Danke für die tolle Mitti“

von Redaktion

Seit Beginn des neuen Schuljahres wird in der AWO- Mittagsbetreuung Mangfallschule nach Schulschluss eine Rekordzahl von 98 Kolbermoorer Kindern betreut. Zum Dank besuchten jetzt die „Mitti-Kinder“ Bürgermeister Kloo im Rathaus.

Kolbermoor– Die AWO-Mittagsbetreuung ist eine Mammutaufgabe, die neben organisatorischem Talent aller Beteiligten bei der Aufstockung um zwei weitere Gruppen vor allem die Bereitstellung entsprechender finanzieller Mittel und auch räumlicher Möglichkeiten durch die Stadt Kolbermoor erforderlich machte. Mit einer „plakativen“ Überraschung fand sich deshalb eine kleine Abordnung der glücklichen Mädchen und Buben im Rathaus ein, um im Namen aller Mittagskinder ihrem Bürgermeister Peter Kloo und seinem Stadtverwaltungsteam für das Engagement zu danken.

Als die AWO-Mittagsbetreuung der Mangfallschule vor 21 Jahren als Verein mit dem Namen „Interessengemeinschaft Mittagsbetreuung an der Grundschule Rainerstraße“ von sechs Müttern ins Leben gerufen wurde, besuchten zunächst nur 17 Kinder das in einem Schulraum untergebrachte Angebot. Die Trägerschaft hatte die Stadt Kolbermoor übernommen, mit dem ersten Bürgermeister als Vorsitzenden. Doch schon bald wuchs die Zahl der zu betreuenden Kinder unter der damaligen Leitung von Elfriede Biberthaler stetig an, sodass bereits im Mai 2002 alle 60 Kinder in drei Gruppen in das renovierte „Flachhaus“ an der Hasslerstraße ziehen konnten. Ebenso wie heute auch wurde das ganze Projekt schon damals von der Stadt Kolbermoor und dem gesamten Stadtrat unterstützt.

Das galt gerade auch für die Zeit, als der stetig wachsende Verwaltungsaufwand eine Änderung der Trägerschaft erforderlich machte. Eine Aufgabe, die für einige Jahre die evangelische Kirche Kolbermoor unter Pfarrer Roland Schwarz übernahm. Zum Jahresanfang 2013 wechselte die Trägerschaft erneut und liegt seitdem in den erfahrenen Händen des AWO- Kreisverbands Rosenheim.

Lange Zeit bewegte sich die Zahl der Mittagskinder auf ähnlich hohem Niveau, bis die Kapazität der Einrichtung, die sich das „Flachhaus“ mit der Musikschule teilte, im Schuljahr 2018/19 an ihre Grenzen kam, als deutlich wurde, dass fast 30 angemeldete Kinder aus Platzmangel voraussichtlich ohne Nachmittagsbetreuung in der Zeit von 11.15 bis 15.30 Uhr bleiben würden.

Schnell wurden jedoch die Verantwortlichen des AWO- Kreisverbands, die Schulleitung der Mangfallschule und die Stadt Kolbermoor als Eigentümer des „Flachhauses“ auf der Suche nach einer Lösung des Problems fündig.

Die Musikschule erklärte sich bereit, die von ihnen bislang genutzten Räume im ersten Stock und im Dachgeschoss zu räumen und ins benachbarte Schulgebäude zu ziehen. In die so frei gewordenen Räume zog nun die muntere Kinderschar ein.

Zwar freute sich Bürgermeister Kloo darüber, dass die Erweiterung der AWO- Einrichtung bei Eltern und Kindern so gut angekommen ist, doch sah er auch, wie er beim Besuch der Mittagskinder in seiner Amtsstube betonte, deutliche Zeichen der Veränderung im Bereich Schule und Betreuung. Die zunehmende Bedeutung der Ganztagsbetreuung stelle auch für die Stadt eine zunehmende Herausforderung dar.

„Deshalb ist die Mittagsbetreuung ein fester und wichtiger Bestandteil unserer Grundschule“, stellte das Stadtoberhaupt fest, als er gemeinsam mit Karin Wallisch als Verantwortliche für Kultur, Bildung und Soziales und Vertreterin der Stadtverwaltung die Kinderabordnung empfing. Freudig nahm Bürgermeister Kloo das „Dankeschöngeschenk“ der Kinder entgegen und ließ sich anhand der „aufklappbaren“ Mittagsbetreuung auf dem selbstgemalten Bild zeigen, wie die großen und kleinen Grundschüler das denkmalgeschützte Gebäude vereinnahmt und mit Leben gefüllt haben, und darin rundum glücklich sind. Ganz oben auf die Karte hatten die Kinder deshalb auch ausdrücklich „Danke für die tolle Mitti“ geschrieben.

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