Kolbermoor – Eine Outdoor Movie Night gibt es am Samstag, 24. November, im Kesselhaus in Kolbermoor. Vier Dokumentationen wollen „tiefer gehen und echte Geschichten suchen, die über das körperliche Leiden und großartige Bilder hinausgehen“, so die beech studios, die den Abend zusammen mit ihrem Partner Quest-Group präsentieren.
Eindrucksvolle Landschaften und spannende Action sind nur einige Seiten der Outdoor-Dokumentationen. Es gehe zudem darum, in die Köpfe der Protagonisten zu kommen und den Zuschauer zum Nachdenken anzuregen.
Zu jedem der vier Beiträge sind Protagonisten zu Gast und können im Anschluss auch zu ihren Abenteuern vom Publikum befragt werden. Die Moderation hat Patrick Ehelechner.
Der erste Film „Into twin Galaxies“ (Regie: Jochen Schmoll, Producer: Niko Jäger) startet um 20 Uhr: Grönland ist der Schauplatz des neusten Abenteuers von Ben Stookesberry, Sarah McNair-Landry und Erik Boomer. Mit Snowkites wollen sie das gigantische grönländische Eisschild überqueren und danach mit ihren Kajaks in einer Schmelzwasserrinne den Gletscher hinunterfahren. Es ist eine Reise in ein zerbrechliches und zugleich gefährliches Paradies. Sarah bekommt die unbändige Kraft des Windes bei einem heftigen Sturz mit dem Snowkite zu spüren, Boomer riskiert Kopf und Kragen bei einem gewaltigen mehrstufigen Wasserfall, und selbst der hartgesottene Expeditionsexperte Ben muss feststellen, dass es Temperaturen gibt, bei denen es nahezu unmöglich ist, sich in einem Kajak fortzubewegen… „Into twin Galaxies“ wird mit deutschen Untertiteln gezeigt. Von 20.55 bis 21.10 Uhr können Fragen an Nico Jäger gestellt werden.
Film Nummer 2 – „Battle of Elements“ (Regie: Valentin Rapp) – startet um 21.25 Uhr: Filmemacher Valentin Rapp ist selbst begeisterter Slackliner, und so wundert es nicht, dass er sich mit drei der besten Slackliner Deutschlands zusammen getan hat, um ein außergewöhnliches Projekt umzusetzen. Im Oktober 2014 startete das Team mit Julian Mittermaier, Lukas Irmler und Friedi Kühne mit der Idee, auf 2100 Meter Höhe am Wilden Kaiser eine 70 Meter lange Highline zu spannen. Doch das bleibt nicht die einzige Herausforderung. Bis überhaupt der Gipfel erreicht werden kann, müssen mehrere Versuche unternommen werden, denn das Wetter spielt nicht mit: Neuschnee und Nebel machen den Aufstieg unmöglich. Von 21.45 bis 22 Uhr beantwortet Valentin Rapp Fragen aus dem Publikum.
Um 22 Uhr startet dann der dritte Film: „Inside Iran“ (Regie: Puria Ravahi/beech studios). Hier haben drei Freunde aus Rosenheim unterschiedliche Beweggründe, in den Iran zu reisen. Ein gemeinsames Ziel ist es, den höchsten Berg des Orients, den Damavand mit seinen 5671 Metern, mit Tourenski zu besteigen. Jedoch ist der Berg nicht das Hauptziel der Reise, sondern die Verbindung von drei emotionalen Geschichten: Puria Ravahi möchte nach 36 Jahren wieder seine Geburtsstadt Teheran besuchen. 1981 musste seine deutsche Mutter mit ihm und seiner Schwester wegen der islamischen Revolution aus dem Iran fliehen. Seither durfte er nicht mehr in die Heimat seines Vaters reisen. Durch die Reise in die Vergangenheit kommt er letztendlich in die alte Wohnung, aus der seine Familie vor langer Zeit fliegen musste. Bei Thomas Buttcherei hat sich in den letzten Jahren durch Karriere und Familie aus sportlicher Sicht eine gewisse Trägheit breit gemacht. Er möchte mit der Reise einen sportlichen Neuanfang wagen: am Damavand. Andi Jacob schließlich kennt den Iran lediglich aus der negativen Berichterstattung der westlichen Medien. Er möchte das Volk kennenlernen und einen Blick hinter die politische Kulisse wagen.
Puria Ravahi und Thomas Buttcherei stehen dann von 22.20 bis 22.35 Uhr für Fragen zur Verfügung.
Der vierte Film des Abends, „Last Exit“ (Regie: Puria Ravahi/beech studios) beginnt schließlich um 22.35 Uhr. Es geht dabei um Maximilian Werndl (wir berichteten), der vor einigen Jahren mit einer Gruppe Freunden und Bekannten mit dem Basejumpen begonnen hatte. Die Gruppe bestand anfangs aus zehn Personen. Inzwischen leben nur noch vier. Puria Ravahi hat gemeinsam mit Anna Valentin (Regieassistenz) versucht, die Perspektive von Maximilians Mutter Annette Werndl, seiner Freundin Claudia Salm und Maximilian Werndl selbst in diesem Kurzfilm zu beleuchten.
Von 22.45 bis 23 Uhr können Fragen an Maximilian Werndl gestellt werden.
Dann heißt es „Open Bar“ im Kesselhaus.